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Die Lehren der Astronomie
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Dreizehntes Kapitel.

Vom Kalender.

627) Die Zeit kann, wie eine Entfernung, durch Vcr-gleichung mit einer Maaßeinheit von belicdiger Langegemessen werden. Zur genauen Bestimmung der Langeeines Zwischenraums ist es erforderlich, daß man imStande sey, die Maaßcinhcit auf die ganze Ausdehnungdesselben so anzuwenden, daß sie weder an dem einenEnde des Zwischcnraums vorstehe, noch an dem andernungemessene Lücken zurücklasse; ferner, daß man, ohneRücksicht auf den möglichen Fehler der Einheit, die Zahlder ganzen Einheiten bestimme, welche der Zwisehenraumvon seinem Anfange bis zu seinem Ende zulaßt, unddaß man genau den Bruchthcil der Einheit abschäze, dernoch außer den möglichen ganzen Einheilen in dem vor-gegebenen Zwischenraumc enthalten ist.

62ü) Obgleich man aber in der Theorie alle beliebi-gen Zcitmaaße als Einheiten annehmen kann, so sind siedoch in der Praxis nicht alle gleich zweckmäßig. Dastropische Jahr und der Sonnentag sind von der Naturgegebene, den Bedürfnissen des Menschen und allen sei-nen Lebensverhältnissen entsprechende Einheiten, und wirwerden daher genöthigt, diese als unser größeres undkleineres Zeitmaaß für alle Zwecke des bürgerlichen Le-bens anzunehmen, troz der Unbequemlichkeiten, die, wennnoch eine andere Wahl übrig bliebe, uns sogleich veran-lassen würden, von dem einen oder von dem andern ab-zugehen. Die hauptsächlichsten dieser Unbequemlichkeitensind die I nc o m e n su r a bi l i t jener beiden Einhei-ten, und der Mangel einer vollkommenen Gleichförmig-keit wenigstens bei einer derselben.

62ö) Die mittleren Längen deS Sterntages und des