Monographische Probleme.
207
der spharischen Trigonometrie abhängen, behandeltwerden müssen; sie biete» meistcnrhcils geringe Schwie-rigkeit dar, sobald nnr der Leser die praktischen Ma-rimc befolgt, mehr die Pole der größtenKreise, auf welche sich seine Aufgabe be-zieht, alö die Krcise sclbst, zu berücksich-tigen.
/unkt es Kapitel.
Von der Bewegung der Sonne.
Unglcichförmigkeit der scheinbar«! Bewegung der Sonne. —Veränderlichkeit ihres scheinbaren Durchmessers, und daraus fol-gende Veränderlichkeit der Entfernung derselben von der Erde.— Sie bewegt sich scheinbar nm den einen Brennpunkt einerEllipse. — Gesetz der Winkelgeschwindigkeit. — GleichförmigeBeschreibung der Flächenräuine. — Parallare der Sonne. —Ihre Entfernung und Größe. - Erklärung der scheinbaren Be-wegung derSonnc nach Copernicus. —Parallclismus der Erdare.-- Die Jahreszeiten. — Von der Sonne herrührende Wärme inden verschiedenen Theilen der Erdbahn.
289) In den vorhergehenden Capiteln ist darge-than worden, daß die scheinbare Bahn der Sonne eingrößter Kreis der Himmelskugel ist, welchen sie in ei-nem Stcrnjahre durchlauft. Daraus folgt, daß dieLinie, welche die Erde und die Sonne verbindet, be-standig in einer und d c rs e l b e » E b c nc liegt;und daß deshalb, wie auch die wahre Bewegung be-schaffen seyn möge, ans welcher diese scheinbare ent-springt, sie auf eine und dieselbe Ebene beschranktseyn müsse, die man die Ebene d e r E k l i p t i k nennt.
290) Wir haben bereits gesehen (Art. 118.), daßdie Bewegung der Sonne in gerader Aufsteigung nichtgleichförmig ist. Dieses erklärt sieh zum Theil durchdie Schiefe der Ekliptik, in Folge welcher gleiche Ver-änderungen in der Lange nicht gleichen Veränderun-gen der geraden Aufsteigung entsprechen. Beobachten