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Die Lehren der Astronomie
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Vom Kalcudcr. ggz

sidcrischen Jahres sind, wenn man sie nach dem mittlernDurchschnitte einer hinreichend großen Anzahl ihrer Peri-oden bestimmt, um die Schwankungen auszugleichen, diebei dem einen aus der Nutation, bei dem andern ausden, von den Configurationen der Planeten herrührendenUngleichheiten entspringen, die zwei unveränderlichstenZeiteinheiten, welche die Natur uns darbietet, erstere we-gen der Gleichförmigkeit der täglichen Umdrehung derErde, leztere wegen der Unvcränderlichkcit der großenAxcn der Planetenbahnen. Hieraus folgt, daß der mitt-lere Sonnentag ebenfalls eine unveränderliche Größeist. Anders verhält es sich mit dem tropischen Jahre.Die Bewegung der Acquinoctialpunkte hängt nicht alleinvon dem Zurückschrciten des Acqnators auf der Ekliptikab, sondern theilweise auch von der Verrückung der Ek-liptik in Bezug auf die Bahnen aller übrigen Planeten.Diese Bewegung ist folglich veränderlich, und hierausentsteht eine Veränderlichkeit in dem tropischen Jahre,weil dasselbe von dem Orte des Aequinoctinms abhängigist (Art. 5t7 und Z2N.) Das tropische Jahr ist gegen-wärtig um etwa 41/5 Sekunden kürzer, als es zur Zeitdes Hipparch war. Dieser Mangel eines der wesentlich-sten Erfordernisse für ein Normalmaaß, nämlich der Un-vcrändcrlichkeit desselben, nöthigt uns, da wir nicht um-hin können, das tropische Jahr in unserer Zeitrechnunganzuwenden, dem leztcrn einen willkührlichen oder künst-lichen Werth beizulegen, der der Wahrheit so nahe kommt,daß aus der Anhäufung seines Fehlers während mehrererJahrhunderte kein praktischer Nachtheil entsteht, sondernallen gewöhnlichen Bedürfnissen des bürgerlichen LebcnSdadurch genügt wird; während für wissenschaftliche Zweckedas auf diese Weise festgesezte tropische Jahr nur alsein Stellvertreter von einer gewissen Anzahl ganzer Tageund einem Bruche von einem Tage angesehen wird, in-dem in der That der Tag die allein angewendete Zeit-einheit ist. Es verhält sich damit ungefähr eben so, wiemit der Berechnung eines Werthes in Gold- oder Sil-bermünzcn, nach einem künstlichen, durch ein Gescz ver-ordneten Werthverhältnisse zwischen beiden, das nahezudas richtige ist, aber wohl niemals mit dem natürlichen,