Entfernung der Fixsterne.
ten haben wir unsern Weg, so zu sagen, noch um einigeSchritte über die Bahn deS entferntesten, uns bekanntenPlaneten hinaus fortgesezr. Aber zwischen dieser entfern-testen Bahn und dein nächsten Fixsterne liegt ein Abgrund,dessen Tiefe auch nur einigermaßen genau zu bestimmen,die Beobachtungen uns bisher nicht erlaubt haben; undunmöglich ist es, einen immerhin noch so großen Abstandzu nennen, den die wirkliche Entfernung des nächstenFixsternes nickt noch weil überschreiten könnte.
5l!ü) Der Durchmesser der Erde ist die DreiecksbassS,welche uns bei der T r i a n g u l i r n n g unseres Sonnen-systemes (Art. 226) dazu gedient hat, die Entfernung derSonne zu berechnen; aber die außerordentliche Kleinheitder Parallaxe derselben (Art- ZV») macht die Berechnungdieser Entfernung auS jenem ,,u n v o r t h c i l ha st c n"Dreickc (Art. 227) so äußerst mißlich, daß nur durch einegluckliche Combination günstiger Umstände, welche dieBorüberganze der Nenus vor der Sonne unS darbieten(Art. zgg) ein Resultat erlangt werden konnte, das ebennoch Zutrauen verdient. Dagegen ist der Durchmesserder Erde viel zu klein, um als Basis zu einer direktenTriangulirung, die sich bis zu den Gränzen unsers Pla-netensystems erstreckt, zu dienen, (Art und wir sinddaher, wenn wir dieselbe so weit auodebnen wollen, ge-nöthigt, die jährliche Parallaxe statt der täglichenin Anwendung zu bringen, oder, was auf dasselbe hi-nausläuft, unsere Rechnung auf die relativen Geschwin-digkeiten der Erde und der Planeten in ihren Bahnen(Art. -tick) zu gründen. Man hätte wohl erwarten sol-len, daß, bei einer Verlängerung der Grundlinie bis zudem Betrage des ganzen Durchmessers der Erdbahn, dernächste Fortschritt in unserer Triangulirung (Art. 227)sich mit großem Vortheile würde machen lassen, und daßdie Veränderung unsers Standortes von dem einen Punkteder Erdbahnen bis zu dem entgegcngeseztcn wenigstenseine meßbare jahrliche Parallaxe bei den Fixsternen her-vorbringen würde, die uns in den Stand gesezt hätte,ihre Entfernung von uns kennen zu lernen. Allein sosehr man auch die Hül smittcl der Beobachtung undMessung vervollkommnet und verfeinert hat, so ist es den