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Die Lehren der Astronomie
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Von der Milchstraße.

derselben zu keinem bestimmten Schlüsse fühlt, so läßtsich dagegen eher eine Verbindung zwischen ihnen undder Vcrtheilung der Sterne am Himmelsgewölbe wahr-nehmen. Hier finden wir in der That, insofern wir unsauf die drei oder vier ersten Klassen beschränken, daß diezu diesen gehörigen Fixsterne ziemlich gleichmäßig' amHimmel vertheilt sind; betrachten wir aber alle Sternedie dem freien Auge sichtbar sind, zusammengenommen,so bemerken wir eine rasche und außerordentliche Zunah meihrer Anzahl, sobald wir uns den Gränzen der Milch-straße nähern. Und kommen wir weiter zu den tcleskv-pischen Sternen, so übersteigt die dichte Zusammcndrän-gung derselben in der ganzen Ausdehnung dieser Zoneund in den Zweigen, welche von ihr ausgehen, alle unsereBegriffe, so daß in der That (Art. 253) das ganze Lichtjenes Gürtels aus nichts anderm, als aus lauter Ster-nen besteht, deren mittlere scheinbare Größe etwa diezehnte oder cilfte seyn mag.

5L6) Diese Erscheinungen stehen im Einklang mitder Annahme, daß die Sterne an unserm Firmamente,statt nach allen Richtungen hin ohne Unterschied im Welt-raume zerstreut zu seyn, vielmehr eine Schichte bilden,deren Dicke, im Vergleich zu ihrer Ausdehnung in dieLänge und Breite, gering ist, und innerhalb welcher dieErde einen Ort einnimmt, der sich ungefähr in der Mittedieser Dicke und nahe an der Stelle befindet, wo sich dieSchichte in zwei Hauptarme, die unter einem kleinenWinkel gegen einander geneigt sind, zertheilt. Denn esist einleuchtend, daß von einem solchen Standpunkte aus,die scheinbare Zusammenhäufuug der Sterne, unter derAnnahme, daß diese in dem Raume, den sie einnehmen,ziemlich gleichmäßig vertheilt sind, dem Auge am wenig-sten dicht erscheinen muß, wenn die Gcsichtslinie nachder Dicke der Schichte gerichtet ist, wie nach SO (Fig.71) und am stärksten, wenn diese Richtung nach derBreite oder Länge derselben geht, wie nach SU, L L, St);wobei offenbar die Dichtigkeit der Sterne rasch zunehmenmuß, wenn man von der ersten Richtung zu einer derlczrercn übergeht, gerade so, wie wir einen leichten Dunstin den über uns befindliche» Theilen der Atmosphäre sich