Druckschrift 
Die Lehren der Astronomie
Seite
442
Einzelbild herunterladen
 

442 Astronomie. Eap. XI

tomctrischen Grundsäzen bestimmte, obgbeich sich erkennenläßt, daß dieses Gesez auf eine geometrische Progressionhindeutet, von der jedes Glied die Halste des vorherge-henden ist.*) Nichts desto weniger wäre es sehr wun-schenswcrth, daß man alle diese willkührlichcn Abtheilun-gen bei Seite seztc, und die scheinbare Helligkeit jedesSterns durch nummerische Verhältnisse bestimmte, diesich auf genaue photomelrische Versuche gründen. Hier-durch würde man eine Art von naturhistorischen, defini-tiven Kennzeichen erlangen, das zugleich als Verglei-chungspunkt diente, um etwanigc Veränderungen, welchedie Fixsterne erfahren können, zu constatiren. SolcheVeränderungen werden wenigstens bei einigen Sternenmit Bestimmtheit wahrgenommen, und es laßt sich daherwohl die Möglichkeit denken, daß sie bei allen stattfinden.AlS eine erste Annäherung wird man einstweilen die nach-stehenden Lichtverhältnisse annehmen können, wie sie auSder Verglcichung der Versuche, die Sir WilliamHcrschcl an einigen wenigen ausgewählten Sternenangestellt hat,") gefolgert worden sind:

Licht eines Sterns von mittlerer erster Grüße lyn

. dritter 12?

vierter rm <>

Durch meine eigenen Versuche habe ich gefunden, daßdas Licht des Sirius (des hellsten von allen Fixsternen)ungefähr den Z2flfacben des LichteS eines Sterns vonmittlerer sechster Größe gleichkommt."")

5tt5) Wenn die Vergleichung der scheinbaren Größender Fixsterne mit der in jeder Klasse enthaltenen Anzahl

"i Lleuvo, Ealalognz «tollainm Uugkicium. j>. XXXV.

") IMilsoo^IiiciU flX.insaotlunz, 1817.

"') Mnnsaol. Xsleon. iZooU'Iv, III. 18?.

Man sehe auch über diesen Gegenstand das neuere, trefflicheWerk des Prof. v on Stcinhcil: El c m c n t c der Hcl -I i g k c i ts m c ssu n g c n am S t c r n c n b i m m e l; eine vonder Gdttingcr Acadcinie gekrönte Preisschrift. München mzg.

R.