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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie.

Cap. VII.

nimmt, daß er sich in einem Kreise umdrehe, oder in-dem man (für den Augenblick) die geringe Ellipticitätseiner Bahn bei Seite setzt. Damit ei» Körper in derDistanz des Mondes (oder der Mond scldst) im Standesey, sich in seiner Entfernung von der Erdedurch die Wirkung seiner Ccntrisngglkraft zu er-halten, wahrend seine Umlaufszeit wirklich dieje-nige des Mondes ist, muß nach den Grundsätzen derMechanik, die Schwerkraft in jener Entfernungbeinahe 3<Zvt) mal schwacher, als an der Oberfläche derErde seyn, oder mit andern Worten, die Intensität derSchwerkraft muß durch die Entfernung des Körvcrs,auf welchen sie wirkt, so verringert werden, daß sie, inder nämlichen Zeit, uur'/zgnn derjenigen Bewegung inin ibui hervorbringen kann, welche sie derselben Kör-permaße an der Oberflache der Erde mittheilen würde.

375) Die Entfernung des Mondes vom Mittel-punkte der Erde betragt etwas weniger, als die sech-zigfache Entfernung der Oberflache der Erde vom Mit-telpunkte derselben, und es ist 36W: 1lZtss: 1";so daß das Verhältniß, in welchem wir annehmen müs-sen, daß die Schwerkraft der Erde in der Entfernungdes Mondes geschwächt werde, wenn sie wirklich dieKraft ist, die den Mond in seiner Bahn erhält, wenig-stens in diesem besondern Falle dasjenige des Quadra-tes der Entfernungen, mit welchen wir sie vergleichen,seyn müsse. In einer solchen Abnahme der Kraft mitder Zunahme der Entfernung liegt nun ans den erstenBlick nichts unzulässiges. Ausflüsse von einem Mit-telpunkte, wie B. Licht und Wärme, verlieren wirk-lich an Intensität mit der Zunahme der Entfernung,und zwar ganz in demselben Verhältnisse; und obgleichwir aus dieser Analogie allerdings keinen großen Be-weis ableiten können, so finden wir doch, daß die Kraftmagnetischer und elektrischer Anziehungen und Abstel-lungen durch die Entfernung wirklich geschwächt werde,und zwar weit rascher, als in dem einfachen Verhält-nisse der zunehmenden Entfernungen. Der Gegenstandliegt demnach so: Auf der einen Seite ist die Schwere