Erscheinungen bei Sonnenfinsternissen undSternbedeckungen. ZZZ
der Mond ein dunkler Körper ist, der von einer wirk-lichen und scharf bezeichneten Oberfläche begrenzt ist,welche, gleich einem festen Korper, das Licht auffangt.Sie beweisen uns ferner, daß der Mond auch zu denZeitpunkten, wo wir ihn nicht sehen können, wirklichcristirt und seinen Lauf fortsetzt, und daß, wenn wirihn nur als eine schmale Sichel erblicken, der ganzekugelförmige Körper zugleich vorhanden ist und,obschvn unsichtbar-, dennoch den fehlenden Umriß aus-fallt. Denn die Ctcrnbedccknngcn finden ohne Unter-schied an dem dunkeln und an dem erleuchteten, andem sichtbaren und unsichtbaren Mondsrande statt, jenachdem der eine oder der andere sich in der Richtungbefindet, nach welcher sich der Mond bewegt, nnr mitdem Unterschiede, daß ein von dem erleuchteten Randebedeckt werdender Stern, wenn die Erscheinung miteinem Fernrohre beobachtet wird, durch seine allmäh-ligc Annäherung an den sichtbaren Rand erkennenlaßt, wann man sein Verschwinden zn erwarten habe,wahrend er, wenn er vom dunkeln Rande bedeckt wird,und der Mond wenigstens schon mehrere Tage im Zu-nehmen ist, gleichsam mitten in der Luft verlischt, ohnedaß man eine sichtbare Ursache seines Verschwinden»bemerkt, was, da es augenblicklich und ohne diegeringste vorläufige Verminderung seines Lichtes erfolgt,immer überraschend, und bei einem großen und glän-zenden Sterne fast erschreckend ist. Auch das Wicder-crschcincn des Sterns, nachdem der Mond vor dem-selben vorübergegangen ist, findet in den Fällen, wo dieerleuchtete Seite des Mondes voran ist, nicht an derconcavcn Grenze der Sichel, sondern an dem unsicht-baren Umrisse des vollständigen Kreises statt, und cSist rncksichtlich seiner Plötzlichkeit kaum weniger über-raschend , als das Verschwinden des Sternes in denentgegengesetzten Fällen.
Es giebt eine optische Täuschung von ganz sonderbarer undunerklärlicher Art, welche man bei Stcrnbedeckungcu öfterbemerkt hat. Der Stern scheint nämlich wirklich auf dem