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Die Lehren der Astronomie
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172 Astronomie. Cap. III.

Hei.stsphäre üi einer einzigen Charte, ohne aste gewalt-sanie Verzerrung der wirklichen Configurationen nnf derOberfläche zu prvjiciren. Während hei der orthogra-phischen Projection die am Rande derHaldkngel liegen-den Theile ungebührlich zusammengedrängt sind, werdenbei der stereographischen Projection ihre projicirten Di-mensionen ini Gegentheil innner inehr um etwas vergrö-ßert, je weiter sie vom Mittelpunkte entfernt liegen.

Lst.Z) Diese beiden Projektionen können als natür-liche betrachtet werden, insofern sie in der That perspek-tivische Darstellungen der Kugelstäche auf einer Ebenesind. Mercator's Projection ist dagegen eine ganzlind gar künstliche, indem sie die Kugel nicht so dar-stellt, wie sie von irgend einem bestimmten Punkte ausgesehen werden kann, sondern wie sie gesehen werdenwürde von einem Auge, welches successiv über jeden Theilderselben fortschreitet. Bei dieser Art der Projectionstehen die Grade der L ä n g e und die der Bre i te immerzu einander in dem gehörigen Verhältnisse; den Aegua-tor denkt man sich in eine gerade Linie ausgebreitet,und die Meridiane sind gerade Linien, welche den Aegua-tvr rechtwinklig durchschneiden, wie in Fig. 3S. Derallgemeine Character von Charten nach dieser Projectionist dem nicht sehr unähnlich, was man erhalten würde,wenn man jeden Punkt auf der Kugel ans einen sieumschreibenden Cylinder durch vom Mittelpunkte ausgezogene Linien bezöge, und dann den Cylinder zu einerEbene abrollte. Gleich der stereographischen Projectiongiebt sie, was die Form anlangt, eine getreue Dar-stellung jedes besondern kleinen Theiles, hinsichtlich desMa astst a b es aber ist sie in ihren verschiedenen Gegen-den sehr veränderlich; die Polargegenden insbesonderewerden außerordentlich vergrößert, und die ganze Charte,selbst von einer einzigen Hemisphäre, läßt sich nicht ein-mal innerhalb endlicher Grenzen zusammenfassen.

LZli) Wir können uns, wie sich von selbst versteht,hier nicht in weitere geographische Einzelnheiten einlasse»;aber ein Resultat der Entdeckungen aus dem Meere imGroßen ist, so zu sagen, großartig genug, um eineErwähnung zu verdienen^ um so mehr, da es auch einen