Bestimmung der geographische» Lgngen 151
dcriim in die von ihm verlassene, den Stern und denErdmittelpunkt verbindende Linie zurückführt.
LOS) Der Unterschied obiger beiden Fälle kannalso, nm uns einen Schlüssel für die astronomischeLdsung des LängenproblemeS zu geben, so ausgedrücktwerden: In dem Falle, daß die Standpunkte nur inder Breite vcrschicdcn.,sind, kommt derselbe Stern znder nämlichen Zeit, aber in verschiedenen Hohen,in den Meridian, und in dem Falle, daß die Stand-punkte nur hinsichtlich der Länge verschieden sind, cul-minirt er in derselben Hohe, aber zn verschiedenenZeiten. Angenommen also, ein Beobachter besitze"ein Mittel, durch welches er zuverlässig die Zeit er-fahren kann,- wenn ein bekannter Stern durch seinenMeridian gebt, so weiß er damit die Länge seinesStandpunktes; oder wenn er den Unterschied der Zei-ten deS Durchganges dieses SterneS durch den Meri-dian seines Standpunktes und durch den cineö andernStandpunktes kennt, so kennt er auch die Längendif-feren; beider Standpunkte. Wenn z. B. derselbe Sterndurch den Meridian eines Ortes ^ in einem gewissenAugenblicke gebt, und durch denlenigen von i', genauum 1 Stunde Sternzeit, oder um ^ der täglichen Erd-umdrehungsperiode, später, so beträgt die Längendif-fercuz zwischen und » eine Stunde Zeit, oder IS",und L liegt um so viel westlich von
LOK) Um das Princip vollkommen klar zu verste-hen . nach welchem die Ausgabe, die Länge durch astro-nomische Beobachtungen zu finden, geloset wird, mußder Leser zwischen Zeit i,> „hzwsiuo, wie sie dem ganzenUniversum gemein ist, und deshalb von einer Epochean gerechnet wird, die von ortlicher Lage ganz unab-hängig ist, und zwischen ortlicher Zeit unterschei-den lernen, die an jedem besondern Orte von einerEpoche oder von einem Anfangsaugenblicke an gerech-net wird , der sich »ach ortlicher Convenieuz bestimmt»Ein Beiipicl einer Zeit der erster» oder abstraeten Arthaben wir in derjenigen, welche wir weiter oben alsAeguinocrialzcic definirt haben, die von einer Epoche
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