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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie,

Eap, lU.

korper als Zielpunkte unserer Messung anwenden, beiwelchen beiden Fallen jedoch der Unterschied stattfindet,daß den Beobachtern auf Standpunkten in dem näm-lichen Meridiane (die mithin verschiedene Breite ha-ben) der Himmel beständig ein verschiedenes Anse-hen darbietet. Die Theile desselben, welche wahrendeiner vollständigen täglichen Umdrehung sichtbar wer-den, sind nicht die nämlichen, und Sterne, welche bei-den Beobachtern gemeinschaftlich find, beschreiben Kreise,die verschiedene Neigungen gegen ihre Horizonte habenund von letzteren auf verschiedene Weise geschnittenwerden, und erlangen verschiedene Hohen. Den Beob-achter» dagegen, welche sich auf demselben Paral-lelk reise befinden (so daß sie nur eine verschiedeneLänge haben), gewahrt der Himmel immer denselbenAnblick. Die sichtbaren Theile desselben find für beidedie nämlichen, und dieselben Sterne beschreiben Kreisevon gleicher Neigung gegen den Horizont, der sie aufgleiche Weise durchschneidet, und sie erlangen dieselbenHohen. In dem erster» Falle zeigt Alles, und indem letzter» zeigt Nichts in dem Ansehen des Him-mels, wmn man ihn während einer ganzen TageSum-drehnng beobachtet, einen Unterschied in der Oertlich-keir des Beobachters an.

2ll4) Aber zwei Beobachter an der Lange nach ver-schiedenen Punkten der Oberfläche der Erde bekommennicht in demselben Augenblicke dieselbe Hemi-sphäre des Himmels zu Gesicht. Größerer Bestimmt-heit wegen wollen wir annehmen, ein Beobachter he-findc sich an einem gegebenen Punkte des AeguatorS,und in dem Moment, wo er einen glänzende» Sternin seinem Zenirh und folglich in seinem Meridiane be-obachtet, weide er in einem Augenblick um den viertenTheil der Erdkugel in westlicher Richtung versetzt,so ist klar, daß derselbe Stern nicht mehr vertikal überihm steht, sondern daß er jetzt ihm eben aufgeht; under wird noch Stunden warten muhen, bis der Sternwieder in sein Zcnirh kommt, d. h. bis die Umdrehungder Erde von Westen nach Osten den Beobachter wie-