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Astronom«,
Cap. II.
entgehen. Was das Auge nicht erkennen, und das Ge-fühl nicht empfinden kann, vermag eine Reihe astrono-mischer Beobachtungen völlig zu offenbaren.
Die unvollkommenen Erzeugnisse menschlicherHändewerden hier auf die Weise geprüft, daß man sie mitden vollkommenen Werken der Natur vergleicht, undkein einziges wird in dieser Prüfung bestehen. Nunmöchte es aber den Anschein haben, als argnmentireman in einem fehlerhaften Kreise, wenn man theore-tische Folgerungen und Gesetze aus den Beobachtungenableitet, und sie dann ans die Instrumente anwendet,mit welchen diese Beobachtungen gemacht worden sind,um dieselben als unvollkommen darzustellen, und ihreFehler mittelst derselben Gesetze und Theorieen, zu derenKenntniß sie uns verholfen haben, zu entdecken und zuberichtigen. Einige Ueberlegung wird aber zur Genügezeigen, daß ein solcher Gang des Verfahrens ganz ge-setzmäßig ist.
III) Die Schritte, durch welche wir zu den Ge-setzen der Naturerscheinungen gelangen, und ganz be-sonders zu solchen, deren Bestätigung von numerischenBestimmungen abhangt, sind nothwendig successiv. Zugrobe» Resultaten und handgreiflichen Gesetzen gelangtman durch kunstlose Beobachtungen mit plumpen In-strumenten, oder auch ohne alle Instrumente; und diesewerden nun berichtigt und verfeinert durch genauerePrüfung mit feinern Hülfsmitteln. Während diesesgeschieht, stößt man auf untergeordnete Gesetze, welchesowohl den Wortausdruck als die numerischen Resultatederer modificiren, die zuerst von uns erkannt wurden;und wenn diese verfolgt und bis zur Gewißheit gebrachtsind, so reihen sich denselben wieder andere untergeord-nete an, welche sofort Gegenstände weiterer Untersu-chung werden. Nun ist es ohne Ausnahme der Falllund der Grund davon ist einleuchtend), daß der ersteSckummer, den wir von solchen untergeordneten Gesetzenauffassen, oder die erste Form, in welcher sie sich dun-kel in unserer Seele abspiegeln, immer die der Jrr-t h ü m e r ist. Wir bemerken einen Widerspruch zwischendem, was wir erwarten, und dein, was wir sin-