CaP. Il, Berichtigung der Fehler der Instrument«. 71
den. Das erste Vorkommen eines solchen Widerspru-ches sebreiben wir dem Zufalle zu. Aber wir stoßenabermals und nochmals ans diesen Widerspruch, undfangen nun an, gegen unsere Instrumente Verdacht zuschöpfen. Wir untersuchen nun, wie viel der Fehlerbetragen könne, dem ihre Bestimmungen möglicherWeise ausgesetzt sind. Wenn die Grenze des mög-lichen Fehlers derselben die beobachtete Abweichungüberschreitet, so verdammen wir sogleich das Instrument,und fangen an, seine Einrichtung, oder seine Beriebti-gnngen, zu verbessern. Immer aber kommen noch die-selben Abweichungen vor, und, statt daß sie beseitigtseyn sollten, treten sie noch deutlicher und schärfer, alsfrüher, hervor. Wir sind mm sicher, einem Naturge-setze ans der Spur zu seyn, und verfolgen es, bis wirdasselbe ans einen bestimmten Ausdruck gebracht, unddurch wiederholte, unter den mannichfaltigsten Umstan-den angestellte, Beobachtungen als richtig erkannt haben.
112) Während dieser Untersuchung kann es nichtfehlen, daß andere Widersprüche sich uns bemerklichmachen. Der Erfahrung nach schließen wir wieder ansein noch unbekanntes Naturgesetz; wir bringen die Re-sultate unserer Beobachtungen in tabellarische Uebersicht;und wir bemerken wahrend dieser Arbeit bestimmte An-zeichen von einem regelmäßigen Fortschreiten. Wir ver-bessern oder verandern abermals unsere Instrumente,und verlieren jetzt dieses vermuthete neue Naturgesetzganz aus den Augen, oder finden statt dessen ein ande-res von ganz verschiedenem Charakter. Dadurch werdenwir bestimmt, die Ursache für das, was wir bemerkthaben, im Instrumente zu suchen. Wir prüfen deshalbdie Theorie unseres Instrumentes; wir vermuthenFehler in seinem Ban, und mit Hülfe der Geometrieuntersuchen wir, in wie weit ihr Einfluß wirklicheFehler in die Jndicationen des Instrumentes bringenkönne. Diese Fehler haben ihre Gesetze, welche, solange wir keine Ursachen kennen, die uns in dieser Be-ziehung leiten, mit Naturgesetzen verwechselt werdenkönnen, und in ihren Wirkungen mit ihnen vermischtwerden. Sie entstehen nicht von ungefähr, gleich Feh-