Eop. l. Sichtbarer Theil der Erdoberfläche.
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unser Modell, richtig darstellen wollte, würde ohneein Vergrößerungsglas unbemerkdar bleibe».
31) Die größte Tiefe des Meeres dürfte die größteHöbe der Festländer nicht sehr übertreffen, und müßtefolglich durch eine Vertiefung ni der Substanz der Ku-gel von etwa demselben Verhältnisse dargestellt werden,so daß der Ocean bloß als ein flüssiges Häutchen gedachtwerden muß, wie es etwa ein in Farbe getauchter Pin-sel, der über diejenigen Theil bewegt wird, welchedas Meer darstellen sollen, auf unserm Modell zurück-lassen würde. Nur dürfen wir nicht vergessen, daß dieAehnlichkeit, wenn wir den Gegenstand so auffassen,sich nicht weiter erstreckt, als auf das quantitative Ver-hältniß. Die mechanischen Gesetze, welche die Verthei-lung und die Bewegungen eines solchen Häutchens, sowie seine Adhäsion an der Oberfläche, regnliren, sindganz verschieden von denen, von welchen die Erscheinun-gen des Meereö abhängig sind.
32) Die größte Ausbreitung der Erdoberfläche end-lich, welche je ein menschliches Auge überblickt hat,war d-iejenige, welche dem Gesichtskreise der HerrenBiot und Gap Lussac bei ihrer berühmten Luftfahrtbis zu der enormen Höhe von 2Z,<M) Fuß, oder etwasweniger als 5 Meile», aufgeschlossen war. Um dasVerhältniß des aus dieser Höhe sichtbaren Areales zurganzen Oberfläche der Erde zu veranschlagen, müssenwir zur sphärischen Geometrie unsere Zuflucht nehmen,die uns lehrt, daß die convexe Oberfläche eines Kugel-segmentes zur ganzen Oberfläche der Kugel, welcher esangehört, sich verhält, wie der sinus vei'Zus, oder dieDicke des Segmentes, zum Durchmesser der Kugel;und ferner, daß diese Dicke in dein vorliegenden Fallefast genau der senkrechten Höhe des Gesichtspunktes überder Oberstäche gleich ist. Das Verhältniß des sichtbarenAreales zur ganzen Oberfläche der Erde ist deßhalb indiesem Falle wie S Meilen zu , oder wie 1 zuIllllll. Die vom Aetna, Pik von Teneriffa, oder demMowna Roa sichtbare Portion der Erdoberfläche be-trägt ungefähr
Hcrschels Astronomie. 3