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Astronomie.
Cap. I.
33) Wenn wir in einem Luftballon, oder an einemGebirge, eine sehr beträchtliche Hohe über der Oberflä-che der Erde ersteigen, so machen wir durch mancherleiunbehagliche Empfindungen die Entdeckung, daß es aneinem hinlänglichen Vorrathe von Luft fehlt. DasBarometer, ein Instrument, welches uns die Last derans einer gegebenen horizontalen Oberfläche anfliegendenLuft kennen lehrt, bestätigt diese Entdeckung, und ge-währt ein dircctes Maas des Verhältnisses der Ab-nahme der Quantität Luft, welche ein gegebener Raumin irgend einer Entfernung von der Erdoberfläche um-faßt. Ans den Anzeigen dieses Instrumentes erfahrenwir, daß, nachdem wir eine Hohe von 1WV Fuß er-stiegen haben, ungefähr der dreißigste Theil der ganzenMasse der Atmosphäre unter uns liegt; daß wir bei1V600 Fuß senkrechter Hohe (was noch etwas wenigerals der Gipfel des Aetna'-) ist) etwa den dritten Theilder Atmosphäre, und bei 180l)t) Fuß (was ziemlich dieHöhe des Cotopaxi ist) die Hälfte derselben, oderwenigstens der aufdie Erdoberfläche drückenden Lastmasse,unter uns haben. Aus der Progression dieser Zahlen,wie auch a priori ans der Natur der Luft selbst, diezusammendrückbar ist, d. h. sich verdichten, oderim Verhältniße des angewendeten Druckes in einenkleinern Raum einschließen läßt, kann man leicht ab-nehmen, daß, wenn gleich wir bei höherem Emporstei-gen immer mehr und mehr Luft unter uns lassen, undvon dem Drucke, den dieselbe auf uns ausübt, immerfreier werden, dennoch der Betrag dieser fortschreitendenErleichterung, oder der zurückgelassenen wag barenLuft q n a n t i tä t, keineswegs zu den erreichten Hö-hen in stets gleichem Verhaltnisse bleibt, sondern be-ständig abnimmt. Eine leichte Berechnung, die sich aufunsere ans der Erfahrung geschöpfte Kenntniß der Ei-
H Die Höhe des Aetna über dem mittelländischen Meere beträgtnach den barometrischen Messungen, die ich im Juli 4824nnter sehr günstigen Umstände» angestellt habe, 40872 eng-lische Fuß. Der Verfasser.