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Die Lehren der Astronomie
Seite
IX
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Einleitung.

einflößen, was vorher eine leblose Reihenfolge von Wor-ten und Zeichen war. Wir können allerdings nicht immeruns versprechen, diesen Grad der Lebendigkeit in unsernErläuterungen zu erreichen, auch sind die zu erläutern-den Punkte selbst nicht immer von der Art, daß sie durchein einziges im gewohnlichen Laufe der Erfahrung anfuhr-bares Beispiel umschrieben werden könnten, wenn wiruns dieses Ausdruckes bedienen dürfen; aber wenigstens derZweck soll im Auge behalten werden; und da wir rechtgut wissen, daß wir durch solche Versuche für uns selbstweit deutlichere Ansichten von einigen der verborgenerenWirkungen planetarischer Störung gewonnen haben, alses uns durch eine ins Einzelne gehende mathematischeForschung gelungen war, so dürfen wir wohl mit Grundder Hoffnung Raum geben, daß dieses Bestreben auch beiAndern nicht immer ohne ähnlichen Erfolg bleiben werde.

10) Aus dem eben Gesagten ergiebt sich, daß esnicht unsere Absicht ist, dem Publikum eine technischeAbhandlung zu liefer», in welcher der Leser, der sich demStudium der praktischen oder theoretischen Astronomiewidmen will, die ausführliche Beschreibung von Beob-achtungsmethvden niedergelegt, oder die Formeln so,wie er sie bedarf, entwickelt, oder die Beweise derselbenausfuhrlich auseinander geseht findet. In allen diesenPunkten wird er das gegenwärtige Werk mager undseinen Bedurfnissen nicht entsprechend finden. Es verfolgteinen ganz andern Zweck, darin bestehend : in jedem Falleblos die lehte gründliche Erklärung der Thatsa-chen, Beweise und Verfahrungsarten zu geben, und inallen Fällen, wo die Mathematik in Anwendung kommt,Alles zu vermeiden, was dazu beitragen könnte, seineBlätter mit algebraischen oder geometrischen Zeichen an-zufüllen, um dagegen unter seine Aufficht den Central-faden des gemeinen Menschenverstandes zu stellen, anwelchem die Perlen der analytischen Untersuchung un-wandelbar aufgereiht werden, der aber, bei der Auf-merksamkeit, welche die letzteren für sich in Anspruchnehmen, oft dem Auge des Gaffers verborgen bleibt,auch nicht immer von denen, welche sie anreihen, diegeradeste und am bequemsten zu verfolgende Form er-