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Schluss.
während der Krankheit und nach dem Tode eine selten allge-meine, nicht als ob ein Fremder gestorben sei, sondern als obes sich um einen nahen, lieben Verwandten handle, so trauerteJeder. Bei der Leichenfeier am 7ten November in der Pauliner-Kirche in Leipzig trugen Moscheies, David, Hauptmann undGade die Zipfel des Leichentuchs. Abends wurde der Sargnach der Bahn gebracht, und in der Nacht nach Berlin über-geführt. In Kothen empfing ihn der dortige Gesangverein, inDessau liess es sich der greise Friedrich Schneider nicht neh-men, durch ein Abschiedslied das Andenken des Verstorbenenzu feiern.
Felix liegt auf dem Dreifaltigkeitskirchhof in Berlin nebenseiner Schwester Fanny bestattet. —
Die folgende Schilderung von Felix persönlicher Erschei-nung ist im Wesentlichen den Erinnerungen eines seiner in-timsten Freunde John Ilorsley entnommen, mitgetlieilt inA Dictionary of Music ancl Musicians , herausgegeben vonG. Grove, dem die 2te Auflage dieses Buchs viele werthvolleVerbesserungen verdankt.
Felix Mendelssohn war klein und schlank gebaut, vongeschmeidiger Gestalt und sehr behend und lebhaft. SeinAussehn war brünett, von entschieden jüdischem Typus, dasGesicht ungewöhnlich beweglich und von ewig wechselndemAusdruck. Dies mag, nebenbei gesagt, auch der Grund sein,warum alle Portraits von ihm nicht gelungen sind; das einzigewirklich gute Bild ist das auf dem Todtenbett von WilhelmHensel gezeiehnete, von dem eine Photographie den Felix-schen Briefen beigegeben ist. —- Voll von Heiterkeit und Lebenwar sein Gesicht, namentlich wenn er erregt war, und voneinem unverkennbar genialen Zug. Er hatte einen frischenTeint mit ziemlich viel Farbe, schwarzes, dichtes, aber sehrfeines Haar, welches er in natürlichen Wellen von der hohen,sehr entwickelten Stirn zurückgekämmt trug. Gegen dasEnde seines Lebens war das Haar indessen stark mit Grau