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2 (1880) 1835 - 1847
Entstehung
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Schluss.

war entschieden auf der Seite der Opposition.Nun ist diePolitik für die nächste Zeit Alleinherrscherin, alles Anderewird unmöglich sein", schreibt sie. Fortdauernd aber bliebdas Gefühl des Beglücktseins, der vollen Zufriedenheit. Eineder letzten Aufzeichnungen spricht das noch aus:Gestern warder erste Frühlingshauch in der Luft. Es war ein anhaltenderWinter, viel Schnee und Kälte, allgemeine Theuerung undNoth, eigentlich ein leidenvoller Winter. Wie kann man nurverdienen, zu den so wenigen Glücklichen in der Welt zu ge-hören! Wenigstens fühle ich es lebhaft und dankbar, undwenn ich des Morgens mit Wilhelm gefrühstückt habe unddann Jeder an seine Arbeit geht, da empfinde ich mich mitwahrer Rührung glücklich, wenn ich an den kommenden Tagdenke, und an den vergangenen."

Mitte Mai 1847 hatte sie wieder eineh Anfall ihres Nasen-blutens gehabt, der aber diesmal durch ein neu angewendetesMittel gestillt wurde. Freitag, den 14ten Mai Nachmittags,hatte sie Probe mit ihrem kleinen Chor zu der für Sonntagangesetzten Musik. Da wurde ihr plötzlich am Klavier währenddes Begleitens unwohl, die Hände versagten den Dienst, siewurde sprachlos und bald bewusstlos ärztliche Hülfe warsofort bei der Hand; aber ohne Erfolg um elf Uhr Nachtswar Alles vorbei. Ein Bluterguss in's Gehirn hatte sie ge-tödtet.

Im Gartensaal stand am Sonntag statt des Flügels derSarg, in einem Wald der herrlichsten Blumen, namentlichDeckers hatten das Schönste geschickt, was ihre reichenTreibhäuser boten. Wilhelm Hensel machte sich an die trau-rige Arbeit, die ihm wohl nie so schwer geworden, die Zügeder Todten in einer seiner schönsten Zeichnungen festzuhalten.Er hatte Alles verloren, sein wohlgeordnetes Familienleben warzerstört. In allen Lebensphären, wo nicht die tägliche Arbeitauch das tägliche Leben fristen muss, wird fast immer der