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2 (1880) 1835 - 1847
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Häusliches Behagen.

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immer sagen wollte, ich könne nicht mitkommen. Ich schämtemich aber und stopfte mir den Mund mit blauen, warmenTrauben. Dann blieb ich einen Tag in Frankfurt wegen Er-müdung, und seit ich nun hier bin, ruhe ich mich aus."

Ganz still, recht als Kontrast zu diesem bewegten Lebendes Bruders, verfloss der Sommer für Fanny. Aber sie fühltesich so glücklich, wie selten in ihrem Lehen, und giebt demin ihrem Tagebuch bei jeder Gelegenheit Worte. So am IltenAugust:Die unendliche Behaglichkeit, die mich diesen Sommerdurchweht, dauert fort, sowie der wunderschöne Sommer selbst,dessen gleichen Keiner von uns erlebt hat. Diese Stimmungdroht mich egoistisch zu machen, weil ich durchaus nicht Lusthabe, mich durch fremdes Leid in meinem innern Behagenstören zu lassen, und darüber mit Wilhelm streite, der leidervon seinem Uebelbefmden im Frühjahr eine nervöse Reizbarkeitübrig behalten hat, die ihn krank macht bei jedem Verdruss,bei jedem Mitleiden, wozu sich denn verschiedener Anlass ge-funden. Doch tliut ihm auch der warme Sommer sehr gut,indessen es hat, was er selbst auch mit Bedauern fühlt, seineElastizität im Arbeiten sehr nachgelassen. Ich bin übrigensfortwährend fleissig und fühle, dass mir Manches gelingt, unddas, verbunden mit dem wunderbar herrlichsten Sommer, machtmich so innerlich und äusserlicli zufrieden und beglückt, wieich vielleicht nie, ausser kurze Zeit während unseres erstenAufenthalts in Rom, gewesen."

Während des Winters hatte sich Fanny Hensel, ermuthigtdurch das Gelingen vieler Sachen, die sie komponirt hatte, aneine grössere Arbeit, ein Trio für Klavier, Violine undViolon-cell, gemacht, welches am 11 ten April (Rebecka's Geburtstag)zum Anfang der Sonntagsmusiken gegeben wurde und allge-mein gefiel. Der Tag war ein sehr lebhaft bewegter: der ver-einigte Landtag war eröffnet worden. Die letzten Seiten desTagebuchs sind voll von Notizen über dies Ereigniss. Fanny