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2 (1880) 1835 - 1847
Entstehung
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Heise- und Heimathbriefe.

ihm Recht zu gehen, seine Motive als durchaus edel und seinerwürdig anzuerkennen, aber es ist und bleibt Schade; es isteine harte Entbehrung für mich, die ich das Glück) in seinerund der Seinigen lieben Nähe zu leben, so sehr genossen habe.Und alle Musik, auf die ich mich so gefreut hatte! Ihn selbstwerden wir am Ende kaum weniger sehn, denn wenn er, wieer denkt, ein paarmal im Jahre auf einige Zeit herkommt unddann unser Gast ist, wie jetzt, so geniessen wir ihn allerdingsmehr, als wenn er, hier wohnend, doch die meiste Zeit ab-wesend ist, und den übrigen Tlieil verdriesslicli. Aber Cecileund die Kinder sind nun ganz für uns verloren, und ich habesie doch gar zu lieb. Felix ist jetzt wieder überaus liebens-würdig und sein Spiel, glaube ich, herrlicher als je. Derganze Dilettantenplunder wird Einem wirklich ekelhaft ver-ächtlich , wenn man wieder einmal sieht, was Kunst ist.Wenn ich nicht Alles liegen lasse, so kommt das einestheilsdaher , dass ich mir, wenn Felix nicht da ist, doch gar nichtso plunderig vorkomme, sondern mich schon mehr achte, dannaber kann ich es meinem Mann nicht zu Leide thun, der aussersich sein würde. Wie sie sich hier bemüht haben, vomersten Dompfaffen bis zum letzten Orchesterdiener, FelixHemmschuhe anzulegen (freilich mit einigen Ausnahmen), undwie so ganz die kleinen Rücksichten und Gefälligkeiten, andie er überall gewöhnt ist, hier wegfallen, das ist eine langeund unangenehme Geschichte."

Mendelssohn difigirte noch einige Concerte und mussteschliesslich, auf speciellen Wunsch des Königs, noch vierzehnTage zugeben, um den Paulus noch einmal aufzuführen. Indiesen vierzehn Tagen malte Hensel das durch den Stichbekannte Portrait von Felix, welches, ursprünglich für denrussischen Obersten Lvoff bestimmt, als es recht ähnlich wurde,von Paul Mendelssohn genommen ward.

Fanny an Cecile (tlieilweis).

Berlin, den 19ten November 1844.

Was Dich betrifft, liebe Cecile, so glaubst Du

wohl nicht im Ernst, dass ich Dir jemals einen Vorwurf daraus