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2 (1880) 1835 - 1847
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Reise- und Heimathbriefe.

zwei zu beantworten, nämlich auch den sehr schönen vonHensel's Geburtstag. Es freut mich sehr, dass ich Deine meistenKommissionen schon auswendig gespielt habe, wie ich Dir so-gleich berichten werde. Vorerst muss ich nur bemerken, dassich es äusserst pfui von Euch finde, dass Ihr erst Ende Sep-tember wiederkommen wollt, wo Kuckuck wollt Ihr Euch dennnoch so lange herumtreiben? Ich dachte, einmal aus Horn,würde das geliebte Vaterland ziehn, es scheint aber nein!Dass Du See badest, billige ich höchlich. Ein Musikfest inDeutschland kannst Du jedes Jahr haben, ein Seebad in Sor-rent schon weniger; von den Seebädern dort schwärmt Henselnoch immer, er behauptet, Menschenfleisch noch nie in einerähnlichen Verklärung gesehn zu haben, als in jenen Grotten,und doch war es nur Kopisch's Menschenfleisch, was er sah. Ich glaube, ich habe immer vergessen Dir zu erzählen,was vielleicht schon die Augsburger Allgemeine gethan hat,dass die Antigone in Paris mit immer steigendem Beifall immer-fort gegeben wird, und sogar auch schon in den Provinzen.Jetzt soll eine Aeschylei'sche Trilogie an die . Reihe kommen,wie mir wenigstens Bunsen sagt, ich bin aber so modern, dassmir Sophokles zehnmal besser gefällt als Aescliylos, der istmir zu gruselig.

Wenn Ihr jetzt noch die lieisseste Zeit unter Dach bleibt,wird das vielleicht die Folge haben, dass Ihr dann zu Landezurückkommt, und das wäre mir sehr lieb, denn ich fürchtedie See für Dich. Aber dann kommt Ihr ohne Aufenthaltnach Hause, nicht wahr?"

Eebecka an Fanny.

S o r r e n t, d. 3ten Aug., mit einem Fuss fort.

Ich glaube, Du hast was vom Propheten an Dir, liebsteFanny; wer hat Dir denn gesagt, dass ich neulich auf einerFahrt nach Capri so elend und noch Tage lang nachher somiserabel war, dass wir die Seefahrt entschieden aufgegebenhaben und uns zu Lande bei langsamem Feuer braten lassenwerden. Nun ist aber eine schöne Geschichte. In der festen