Felix in England.
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und lioffentlicli soll meine Arbeit nicht ohne Frucht bleiben;wenigstens höre ich sehr erfreuliche Nachrichten vom Phil-harmonie, und geht es so weiter fort, wie vorgestern in derersten Probe (wo meine A moll-Sy mphonie wirklich vortrefflichgespielt wurde), so hoffe ich dieser Sache einen Dienst leistenzu können. Davon aber später mehr, nun kommt der Doppel-brief:
Klingemann:
Und so kommt denn wieder ein Doppelbrief und uralteZeiten stehen wieder auf. Himmel, wären es nur die uraltenund wir, d. h. ich, der Urjunge! Felix finde ich unverändert,ja wir Alle finden ihn kräftiger und gesünder aussehend, alsvor zwei Jahren — er ist munter und guter Dinge und manhat an dem ganzen Menschen seine innerliche Freude. Niemandsteht sich aber bei dem Handel besser, als ich; für einen Ein-samen, dem die Häuslichkeit verhagelt ist, giebts gar nichtsLieberes, als solch ein bequemes, behagliches Zusammenleben,und das obendrein mit der Aussicht auf Monate. Die armeCecile dauert mich, dass sie so lange von ihrem Manne ge-trennt sein muss und er von ihr — wie gerne hätten wir siehier — aber ich muss doch einmal mein Glück gemessen undpreisen. Es liegt Schickung darin, für den ganzen Sommerbin ich verwaist von den Benecke's und habe nuu meinengrandiosen Ersatz. Ferner musste es sich treffen, dass B.den Winter über bei mir wohnte, und mit seiner Nachbarschaft,mit späten Stunden, Unpünktliclikeit, und was dem gutenMenschen sonst für bürgerliche Laster ankleben, alle meineJunggesellen-Ecken auf's Schönste abgeschliffen hat, ich rühmemich jetzt, ein Muster der Duldung und Gelassenheit zu sein,und habe es nun beim Felix gar nicht einmal nötliig! ■—
Er wird Ihnen in seiner Bescheidenheit seine Successenicht schreiben, aber sie sind gross und mannigfaltig — seinEmpfang hier, seine Aufnahme sind herzlicher wie je, undkönnen es nicht mehr sein. Kein Wunder, dass die Zuneigungso gegenseitig ist. In der Philharmonie-Probe am Sonnabendwar es schon recht hübsch, aber gestern im Konzert war es