auf, es wird ein gewaltiges Orchester dazu an der Orgelgebaut, und es wird hoffentlich prachtvoll werden. Vorhernoch ist als Schluss der Symphonien die nennte mit Chören,so dass Felix vollauf zu tliun hat. Dabei schreibt er einKonzert für England, zwischendurch gehn die Korrekturenseiner neuen Werke, seine zahllose Korrespondenz und Alles,was sonst noch der Tag mit sich bringt; er ist fortdauerndin bester Laune und freut sich sehr auf seine bevorstehendeReise. Neulich nach der Israel-Probe war ausnahmsweise gutWetter, nachdem es aus war, stand und flanirte man auf derStrasse, und dann gingen wir noch spazieren und Abendsspielten wir Alle mit dem Geheimrath Böckli schwarzer Peterund Hessen uns von Sebastian Schnurrbarte malen. Dass Dunicht bei Delaroclie auf dem Ball warst, ist sehr unrecht, aufder Reise muss man alle Menschenscheu ablegen, sonst verliertman zu viel. Dass ich grossentheils als Wegweiser predige,kannst Du wohl denken. Deine Beschreibung von Dirichlet'sweltverachtender Karnevalslaune hat mich sehr amiisirt, ich
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sehe ihn von hier mit unbesiegbarem Gelehrtenstolz Sträusseschleudern; hat er nicht aber doch von Zeit zu Zeit dazwischensüss gelächelt? —"
Fanny an R eb ecka.
31sten März 1844 (Palmsonntag).
„Eben kommt Ihr todtmiide aus der Peterskirche, früh-stückt in Eile und geht gleich wieder in die wunderschöneLuft, denn wenn wir seit einigen Tagen das herrlichste Früh-lingswetter haben, wie ist es erst bei Euch? Wenn dieserBrief ankommt, ist Dein Geburtstag wohl schon einige Tagevorüber, und doch kann ich ihn erst morgen abschicken, umDir gleich Rechenschaft von der heutigen Aufführung vonIsrael in Egypten abzulegen, die uns in dieser Zeit sehrbeschäftigt hat. Also vor allen Dingen schönsten Glückwunschund Gruss, sei an Deinem Geburtstag wohl mit allen Deinigenund habe schönes Wetter, dann ist mir für einen vergnügtenTag im Freien, irgendwo an einem schönen Ort, nicht bange.
Reise- und Heiinathbriefe.