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2 (1880) 1835 - 1847
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Reise- und Heimathbriefe.

natürlich den Vatikan und Tasso's Eiche. Ueherhaupt S. Ono-frio! Und morgen S. Maria Maggiore! Ueherhaupt!! — In-dem ich so überlege, dass vorgestern der kürzeste Tag warund dass ich vielleicht nach England gehe, und dass ich dortvielleicht ausserordentlich viel Geld verdiene und ausser-ordentliche Anstrengungen habe, und einer ausserordentlichenErfrischung bedürfen werde, möchte ich eigentlich ein bischennach der Schweiz, wenn das Musikfest in Zweibrücken amIsten August abgehalten ist. Da blieben so delikate sechsbis acht Wochen für die Schweiz! Am Ende träfen wir aufder Grimsel zusammen, oder auf den Diablerets, oder sonstwo,wo es hübsch ist. — Sind das Luftschlösser?"

Rebecka an Fanny.

(Mit einer Vignette des Weihnachtsbaumes von Kaselowsky.)

Rom, den 27sten December.

Felicissima festa, Ihr Lieben alle! Und Dir besonders,liebe Fanny, herzlichen Dank für Deine prächtigen beidenBriefe, die mir das Fest erst recht froh gemacht haben. MeinLorbeer hat viel von Eurer Tanne geträumt, hier ist er unddiese Seite soll ihn näher erläutern. Also ein Lorbeerbaum,der bis an die Decke des Zimmers reicht, mit Rosen, ellen-langen Trauben, Apfelsinen und den bekannten römischenZuckerfrüchten sehr reich geschmückt, um den Fuss des Topfesein Kranz von Aepfeln, Nüssen und Lorbeerblättern, rings-herum die Geschenke, eine Zeichnung von Ernstchen, die mirKaselowsky gab, eine Vase von Giallo antico zum Aschen-becher für Dirichlet, daneben ein Scheiterhaufen von Cigarren,dessen Erbauung Kaselowsky und mir erstaunliches Kopf-zerbrechen gekostet, er fiel immer wieder um. Der bekannteVestatempel als Tintenfass und die bekannten drei Säulen inBronze, ein Malkasten mit wirklichen und Zuckerutensiliengefüllt, den wir Kaselowsky schenkten, dahinter der floren-tiner Eber als Briefdrücker, das ist die Hauptsumme derprachtvollen Geschenke. Denke Dir dazu einige Schälchenaus rosso, giallo und allen möglichen antiken Farben,