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2 (1880) 1835 - 1847
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Reise- und Heimathbriefe.

wie voriges Jahr um diese Zeit, eine milde, frische, kräftigeLuft, sehr gelinder Frost, alle Bäume bereift, der Gang warordentlich erquickend."

Felix an Rebecka.

Berlin, 23sten December 1843.

Heut ist der Vorabend zum Weihnachtsfest, den will ichdazu benutzen, mit Dir zu plaudern, mein Schwesterlein. Ein-gekauft ist; angeordnet auch; die paar Bildchen, welche nochin der Eile fertig werden sollen, können bei Licht nicht weitergebracht werden, also ist Plauderzeit. Wär's doch wirkliche!Die.Bescheerung wird bei uns sein; die Krone in der blauenStube wird eben mit Lichtern besteckt, da soll morgen derChristbaum stehn. Das Doppelfenster ist jetzt am mittleren,dafür schenke ich morgen Cecile sechszehn Blumenstöcke,grosse und kleine, ausserdem ein schwarzes Atlaskleid, einenHut, einige Kleinigkeiten und eine von meinen wohlbekannten,allzugrünen Landschaften, auf solchem gepressten Kartonpapier;für Paul eine Landschaft vom Kunsthändler Sachse, die ersich besonders gewünscht hatte, für Fanny eine Tischdeckezur blauen Stube, für Hensel einen Ungeheuern Schinken mitRothwein, für Sebastian eme Arbeitslampe, Möbelchen für dieKinder,(sie hatten sich Möbel gewünscht) u. s. w. Na, wiesich dies Verzeichniss in der Nähe von Ära Cceli ausnehmenmag, darauf bin ich auch neugierig. Am ersten Weihnachts-feiertag habe ich früh zum erstenmal Kirchenmusik mit Or-chester, im Dom einen neuen Psalm von mir, dannuns istzum Heil" aus dem Messias, dann noch ein Paar neue Kleinig-keiten von mir und einige Choräle mit Posaunen. Am Neu-jahrstag ist dieselbe Couleur in Grün, d. h. ein anderer neuerPsalm von mir, das Halleluja aus dem Messias und einigeChoräle mit Posaunen.

Ich sage Dir ganz unter uns, dass ich bis jetzt wenigVortreffliches von der Sache erwarte, sag's aber nicht weiter.Wir leben sehr ruhig und still, mein horreur gegen vornehmenUmgang hat sich womöglich noch vermehrt, seit wir hier