Felix in Berlin.
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bei Webern,*) wo einige Flaschen Champagner, ein sehr un-geschickter Bedienter (der mir einen wahren Respekt vorHeinrich eingeflösst hat) und die tolle Ausgelassenheit derMänner uns nicht aus~dem Lachen kommen liessen."
Fanny an Rebecka.
Berlin, den Ilten December 43*).
„Vor Ablauf des heutigen Tages will ich mich doch mitDir unterhalten, wie Du gewiss auch heut mit Deinen Ge-danken wirst hier gewesen sein. Sehr erheitert und erfreuthat mich Dein lieber Brief, den ich heut früh erhielt. Diesesganze Jahr würde Mutter nur Freude gebracht haben, wennsie es erlebt hätte, wie namentlich jetzt Felixens Umzug.Nun es gerade jährig ist, haben wir uns neulich bei ihm imSaal versammelt, der freilich so verändert ist, dass man ihnkaum wieder erkennt. Felix ist unbeschreiblich liebenswürdig,sehr guter Laune und so prächtig, wie Du weisst, dass er inseinen besten Tagen sein kann; ich bewundere ihn noch jedenTag, denn ein so ruhiges Zusammenleben ist mir noch wiederneu, und sein Geist ist so vielseitig und in jeder Art so einzigund interessant, dass man es nun .und nimmermehr gewohntwird und immer von Neuem darüber erstaunt. Aucluglaubeich, dass er mit den Jahren immer liebenswürdiger werdenwird, so wie A. gestern mir das Kompliment machte, ich seierst im Alter liebenswürdig geworden. Rechne ich nun dazu,dass ich neulich in einer Gesellschaft von einer Fremden fürdie Ministerin Savigny bin angesprochen worden, so fange ichan, unser Alter, o Dirichlet! sehr respektabel zu finden.
Den 12ten. 'Ich komme heut schon vom Kirchhof, wo ichunsere Gräber besucht und in bester Ordnung gefunden habe.Alle Bäume wachsen und gedeihen, der Tag ist wunderschön,
*) Der bekannte Veteran aus dem Freiheitskriege Generalvon Webern.
**) Am 12. December des Vorjahres starb die Mutter.