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Reise- und Heimathbriefe.
warum die Studenten an Böckh's heutigem Geburtstage ihmkein Ständchen gebracht haben; sie hatten diesmal einen Fackel-zug damit verbinden, es überhaupt besonders feierlich einrichtenwollen, auch bereits die hohe polizeiliche Erlaubniss eingeholt;da liess sich der Polizeipräsident die Liste der Theiluehmervorlegen und strich zehn Studenten aus, worauf die übrigennatürlich zurücktraten und ihn nun diesen Abend nur durcheine Deputation begrüssen und ihm den Hergang vortragenlassen werden.
Den Durchgang bei Yeit's haben wir auch kennen gelernt IHabt Ihr denn gleich hinaufgefunden? Ich bin kurz vor derThür umgekehrt, mit der Ueberzeugung, höher könne keinMensch wohnen und wir würden mit dem nächsten Schritt aufsDach gerathen. Ich weiss noch prächtig in Rom Bescheid,besser als in Berlin. Warum amüsirt es einen nur, in einemBrief aus Rom zu lesen ein papetto, via del Babuino, die blossenNamen?
Neulich auf einer grossen Geheimraths- und Professoren-Soiree bei Pertz war auch der neue konservative ProfessorHuber, der mit vielem Unglück debütirt hat, denn schon beiseiner dritten Vorlesung war kein Mensch und die Universitäthat in drei verschiedenen Eingaben gegen seine Berufung pro-testirt. Siehe Böckh. Habe ich Dir denn schon erzählt, wasfür eine lächerliche Zeitung wir Böckh zu Gefallen lesen, derein unwiderstehliches Gelüste darnach hatte? Die Barmerund den Wuppertlialer Lesekreis (Krähwinkel), der dazu gehört.Schon zwanzig Menschen haben mich gefragt, wo Barmenliegt? worüber ich allerdings ebenso verwundert bin, wie überdas Incognito, worin der Sommernachtstraum bis jetzt gereist ist.
Rebecka an Fanny.
D. löten December 43.
„Als ich Deinen Brief bekam, kehrten wir eben zurückaus einigen Ateliers, ungelesen steckte ich ihn in die Tasche,wir packten die Kinder auf, setzten uns in einen Fiacre, fuhrennach dem Lateran, vergassen nicht den wunderschönen Kreuz-