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2 (1880) 1835 - 1847
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Reise- und Heimathbriefe.

wie würde sich Mutter über den Meldezettel am'dsirt haben;er war wirklich zum Studiren. Die Pflegetochter lieisst Aminka,Ziillich von Zühlborn. Einer der Hausgenossen hat neulichein sehr schönes Quiproquo veranlasst. Zu Hensel kommtHeinrich und sagt, es stände ein Herr draussen, der nichtDeutsch sprechen könnte und den Herrn zu sehn verlangte;herein tritt ein eleganter junger Mann und sagt: Monsieur,j'ai ete eliez M. le pre'vöt de l'eglise, et il via dit que vous voud/riezlien me confesser". Ueber dem Atelier wohnt nämlich derHauspater (nicht Kater) der Gräfin. Ist das nicht der wahrefriar Tack? Wir haben ihn sehr gescholten, dass er nicht demjungen Herrn die Beichte abgenommen und, durch kein Ge-lübde gebunden, uns seine Geheimnisse mitgetheilt hat; undgestern Abend brachte er einen Toast im Geiste seiner neuenWürde aus.

Schreibe doch, ob in Eurem Hause Capo le case der hollän-dische Maler T. wohnt oder gewohnt hat; er ist daran kennt-lich, dass er die Langeweile erfunden und ein Patent aufLebenszeit darauf genommen hat; wenn es nämlich das Hausist, wie ich fast vermuthe, so kennen wir es und das wäredoch sehr zweckmässig. Ueberhaupt schreibe Alles, jeden Floh,der Dich anspringt, Lord und Pöbel, zwei und mehrbeinig; ichkann Dir nicht oft genug wiederholen, wie uns Alles interes-sirt. Vergiss nicht das Bosco in der französischen Akademiezu besuchen, den Garten eine Treppe hoch, überhaupt, lassDir von Kaselowsky alle Schwärmereien zeigen und schwärmezweite Stimme, man wird auch dessen in Rom fällig, wennEinem auch ein ganzer Mephistoplieles im Nacken sitzt. Meinezweite Morgensoiree ist so schlecht gegangen, dass, wenn diedritte und letzte vor Weihnachten die Scharte nicht auswetzt,ich mich sehr besinnen werde, ob ich jemals wieder anfange. Kocht Mine? Wirthschaft führen in Rom habe ich er-funden. "

Rebecka an Fanny.

Rom, den lOten November.

Die ersten Tage dieser Woche sind natürlich mit