Wasserfall von Terni.
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■das Privilegium geschenkt, die Fremden dahin zu fahren ;natürlich lässt der sich seine Kareten nicht wenig bezahlen.
Sette vene,ein einzelnes Haus in der Campagna,
den 31 sten Oktober.
Du siehst, wir haben mehr Geduld, als Ihr, hier sitzenwir vor der Thürs Roms, und es ist erst 6 Uhr, eine halbeStunde nach Ave Maria. Paul's Geburtstag haben wir sehrbrillant gefeiert, Morgens bei der Cascade von Terni, Abendsunter dem noch stehenden Bogen der Römerbrücke über dieNera bei Narni. Seit fünf Tagen ist das Wetter so warm,dass selbst die Einwohner erstaunt sind. Noch ein paar Tageso in Rom, und Vollmond dazu, und Gesundheit, das kannbrillant werden. Ich glaube, über das gefürchtete ce n'est quecela sind wir hinweg; diese Strasse führt uns so pian pianoin's älteste Alterthum, und wir sind auf jeden alten Steinerpicht. Die Spazierfahrt nach dem Wasserfall war sehr ge-lungen, nur wird Einem da die Freude durch Schaaren vonBettlern verdorben, wie ich sie in ganz Italien noch nichtgetroffen; und wir haben doch schon ein gut Ende Kirchen-staat durchmessen. Was dabei hilft, ist, dass man nicht soviel Mitleid mit ihnen zu haben braucht, als bei uns, wo einabgewiesener Bettler uns den ganzen Tag verdirbt. Sie frierennicht, und brauchten nicht zu hungern, wenn sie nur halbwegsdie Hände aufhöben; die Erde wünscht nur bearbeitet zuwerden, um mehr als alle Einwohner zu ernähren. Es ist einJammer, anzuselin, wenn man einmal von den Ruinen wegsieht,welche Strecken des schönsten Landes hier wüst liegen, undwie viel kräftige, arbeitsfähige Menschen noch wüster daraufherumliegen und von den Trümmern ihrer Vorfahren leben.Heut in Civita Castellana haben wir die Nachkommen der altenrömischen Soldaten in Pantoffeln herumlaufen sehen, wir mach-ten nnsern Mittagspaziergang nach der Festung, der Komman-dant war sehr artig, pflückte mir Blumen aus seinem Gartenund zeigte uns ganz freundlich den Thurm, in welchem über
Die Familie Mendelssohn. II. I i
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