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2 (1880) 1835 - 1847
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Heise- und Heimathbriefe.

Da hörten wir die Messe; anfangs imponirte mir der Schallin dem ungeheuren Gewölbe sehr, nachher ärgerte ich michüber das eintönige Geplärr; dann in eine kleine KapelleSta. Catlierina, auch ganz gemalt, über der Thür zwei reizendeEnglein. Der Dom ist vor Erfindung der Baukunst gebaut.Die andern Kirchen Hessen wir übrig und gingen auf dieFestung, um, wie Jakoby sagt, die Geographie zu sehn, überschlechte steinige Wege, durch tiefen Schmutz, den giebt'sdenn in Assisi was das Herz begehrt, Papstens sollen nichtgedacht werden. Unser Vetturin sagt es auch, überhaupt siesprechen sehr offen über ihre Regierung. Von Bologna wissensie gar nichts, ausser dass Soldaten über Soldaten lmigeschicktwerden, in Foligno liegen noch Truppen bereit. Fuori werdenSie es wohl wissen, sagt der Cameriere. Dirichlet nimmt beijedem Cameriere itaüänisclie Stunde, Walter macht recht guteFortschritte durch die Lektionen der verschiedenen Kutscher,mit denen er auf dem Bock sitzt. Walter habe ich in Assisihöchst glücklich gemacht, indem ich ihm eine Madonna aufGoldgrund auf Holz gemalt für fünf Paul kaufte. Hütt' ichnicht das Bilderkaufen verschworen, aus Furcht, mich lächer-lich zu machen, so liätt' ich mir da eine ganze Galerie fürein Paar Scudi gekauft. Von allen Thaten war ich so müde,dass ich gestern Abend in Foligno und heut Mittag in Spoletoalle Aquaedukte und Ruinen habe einen guten Mann seinlassen, und auf dem Sopha gelegen habe in Foligno warnur keins während Dirichlet und Walter ausgingen. Heutfrüh habe ich mich unter der Zeit an einer Nichtantike erfreut,an einer wunderschönen, zwölfjährigen Römerin im Wirths-liaus in Spoleto. Auch heut Abend waren sie wunderhübschauf der Promenade von Terni. Ich muss Dich da aber ersthinbringen, durch ein enges Felsenthal mit Eichenwald, überallFusswege in die verschiedenen Seitentliäler, unten leider einausgetrocknetes Flussbett; ich werde immer durstig davon;die Bäume scheinen es nicht so zu empfinden, alles ist frischund grün, nur so viel herbstHch gefärbt, um noch schöner zusein. Morgen früh nach dem Wasserfäll. Seit undenklichenZeiten hat ein undenklicher Papst dem hiesigen Postmeister