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Heise- und Heimathbriefe.
Musik hör' ich hier gar nicht, man miisste denn das sonennen, was die Engländer auf dem Klavier im Lesezimmertrommeln; da liegt ein Klavierauszug von Robert dem Teufelohne Worte, den spielt jeder Ankömmling zwanzigmal ab.Felix theilst Du wohl unsern zum 99sten Male geändertenReiseplan mit. Ich schäme mich eigentlich vor Euch wegenunserer Unentschlossenlieit, und besinne mich auf grosse Männerin der Weltgeschichte, denen es nicht anders ging, finde abernur den sage Memnon, oder Peter in der Fremde. Letztererpasst vielleicht am besten. — Ein alter Schotte hier erzähltemir als grosse Neuigkeit, der König von Preussen habe Men-delssohn engagirt für die sacred musie. Indeed — sagte ich."
Fanny an Rebecka.
den 27. August 1843.
„— — Felixens lange, lange Geschichte ist nun endlichratificirt, der König hat unterschrieben, und wir werden, will'sGott, schöne Musik diesen Winter hören. Da ihn, unberufen,sein Glück noch nie verlassen hat, so kann man es für seinenAnfang nur eine günstige Fügung nennen, dass in diesem Jahrvon wegen Opernhaus das Orchester wenig beschäftigt seinwird; Du weisst doch nämlich, dass er die Orchestersoireendirigiren wird. Lass es Dir nicht leid sein, dass Du denersten Winter versäumst, keine Symphonie kann Dir den blauenHimmel ersetzen, den Du sehen wirst, und keine schöneStimme das Meer, Neapel ist die grösste Bravourarie, die derliebe Gott komponirt hat, und Pompeji das schönste Requiem;das hört man sich nie satt. Ich bin gar zu neugierig aufDeine ersten Briefe aus dem Wunderland, ich glaube, Wenigewerden das so empfinden, wie Du, von wegen Empfindungüberhaupt. Mir wird alle alte Sehnsucht wieder rege werden,die diesen Sommer ziemlich geschlummert hat, denn ich hattedoch nicht so viel Reiselust, als dazu gehört, nach Charlotten-burg zu fahren. Der Garten ist aber auch unbeschreiblichschön; nie habe ich ihn so gesehen, das anhaltend kühle undnasse Wetter, das wir Anfangs hatten, hat Alles so frisch