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2 (1880) 1835 - 1847
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1841.

Schauspielhause öffentlicli gegeben. Von allem weiteren Schrei-ben über die Antigone liielt sich Mendelssohn, nach seinemstets festgehaltenen Gesetzöffentlich stumm zu sein", voll-kommen fern. Er hatte die Antigone geschrieben und über-liess das Weitere Denen, die dazu Lust und Beruf in sichfühlten.*)

Natürlich war der Sommer 1841 und der darauf folgendeWinter auch anderweitig in Folge von Mendelssohn's An-wesenheit in Berlin reich an musikalischen Ereignissen. Eswurden einige grosse Konzerte gegeben, die er dirigirte. Aberauch dieSonntage" waren in grossem Flor und wurden durchein höchst brillantes Publikum besucht, das tlieilweise ebensoviel zu dem Interesse beitrug, als die Musik. Einmal war esder eben angekommene Cornelius, der die allgemeine Aufmerk-samkeit auf sich zog, ein anderes Mal Bimsen und Felix, eindrittes Mal Thorwaldsen; und um diese Mittelpunkte grup-pirte sich eine zahlreiche Versammlung, Alles, was Berlin anNotabilitäten, an Schönheit und an Vornehmheit hatte, in sichschliessend. Der 17te Band der Portraitsammlung Henselsgiebt Zeugniss von der ausgezeichneten Gesellschaft, die sichin diesem Jahr einfand: in diesem einen Bande sind die Por-traits von Thorwaldsen, der Sängerin Pasta, des ViolinspielersErnst, der Unger-Sabatier und ihres Mannes. Ausserdem Liszt,der in Berlin bei diesem ersten Aufenthalt einen rasendenEnthusiasmus erregte. Demnächst Lepsius, der berühmteAegyptologe, Böckh, der grosse Philologe, der in dieser ZeitLeipzigerstrasse No. 3 Hausgenosse wurde, ferner Mrs. Austin,die bekannte englische Schriftstellerin. Der geistreich auf-gefasste Kopf des Fürsten Radziwill, des Sohnes des Faust-Komponisten, bescliliesst diesen Band, einen der interessantestender ganzen Sammlung.

Mendelssohn verliess im Frühjahr Berlin (die weiterenVerhandlungen wurden bis zum Herbst vertagt) und gingnach kurzem Aufenthalt am Rhein, unter Zurücklassung derFamilie, nach England, wo er diesmal mehr als je gefeiert

*) Felix'sche Briefe an Dehn 28. Oct. 41, an Stern 27. Mai 44.