Druckschrift 
2 (1880) 1835 - 1847
Entstehung
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167
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Genua.

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Brief nach Hause.

Ge 11 o va 1 a superba. Cr o ce di Malta.

Ilten August 1840.

Thalatta! Thalatta! So jauchze ich; aber nicht, weil ichdas Meer vor, sondern, weil ich es hinter mir liahe. Wennetwas in der Welt angenehm, aber auch eklig ist, so ist esdas Seereisen. Angenehm ohne Zweifel für die, welche, wiemein Mann, an Bord Portrait zeichnen, essen, trinken undsich comme le pont neuf befinden, etwas eklig aber für dieandern, welche wie ich noch den ganzen Tag in Livorno undnoch vier Stunden in Genna alle Meubles in der Stube walzenunddie ganze betrunkene Welt sich um die rothe Weltgeist-nase drehen sehn." Um aber billig zu sein, muss ich sagen,dass ich ausgestreckt auf dem Rücken liegend einen ziemlichleidlichen Zustand herbeiführen konnte; aber nicht fünf Mi-nuten konnte ich aufgerichtet oder nur sitzend auf dem Schilfeaushalten. Nun muss ich aber von der grossen Anstrengungdieser halben Seite ausruhen, denn meine Gedanken tanzenmit meinen Buchstaben den schönsten Ringelreihen. DieHauptsache ist, wir sind fort und werden, will's Gott, ohneAufenthalt unsere Reise fortsetzen können. Wahrscheinlichruft Ihr uns entgegen, wie die gute Madame Beer ihremSohn:Michel, wie hässlich bist Du geworden!" Ich bitte,sich darauf vorzubereiten, bekanntlich kommt man aus Italienweder jünger noch schöner zurück. Reisesatt und müde sindwir, das weiss Gott! Und wenn die Maus satt ist, schmecktdas Mehl bitter. Plackereien und Prellereien, die freilich hierauch ärger sind, als irgendwo anders, sind mir noch nie solästig und abscheulich vorgekommen, und ich sehne mich nachmeinem ehrlichen Vaterlande.

Im Anfang hatten wir gutes Wetter auf der Seefahrt;die beiden letzten Nächte aber waren stürmisch, und die letzteso sehr, dass ich vor Angst fast kein Auge zuthun konnte.Als ich aber doch einmal vor Müdigkeit einschlief, träumte