Pompeji.
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magerer Pflaster, die "beständig vorkommen, gefällt mir nicht,auch nicht das Küchenroth, womit die meisten Wände ange-strichen sind. Ihre Geräthe sind dagegen durchweg schönund in noblem Styl. Ihre Mosaik- und Muschelgrotten findeich fast hässlich, wogegen die meisten Fussböden zierlich undgeschmackvoll sind. Die öffentlichen Gebäude, das Forum, dieBasilika erscheinen schön und grossartig, besonders im Ver-hältniss zu den pygnräisch kleinen, ganz aufs Leben im Freienberechneten Wohnhäusern; Tragödien- und Komödientheater,beide sehr wohl erhalten, und die Konstruktion durchausdeutlich. Ich möchte wohl wissen, wozu die Alten das Par-terre benutzt haben, ausser für die Musik, die gewiss nichtden ganzen Kaum einnahm, da Spontini damals noch nichtKapellmeister war, und leer, wie die albernen Ciceroni sagen,ist es noch weniger geblieben, dazu waren sie viel zu öko-nomisch mit dem Raum. Das Amphitheater ausserhalb derStadt ist ebenfalls sehr wohl erhalten. — Mir ist sehr vielesräthselhaft hei der ganzen Sache. Das im Museum ausgestellteGeräth aus Pompeji steht durchaus in keinem Verhältniss zuder Menge der bereits aufgedeckten Häuser und namentlichsind fast gar keine eigentlichen Möbel da. Wo sind siegeblieben? Haben die Einwohner vorher Vieles geflüchtet?Das ist nicht wahrscheinlich, da der Ausbruch ziemlich plötz-lich erfolgte. Sind sie nachher gekommen und haben dieAschenberge nach ihren Sachen durchsucht? Warum habensie dann die einmal freigemachten Häuser nicht gleich bewohn-bar gemacht? Diese beiden Erklärungen wollen mir nichtpassen. Ungefähr zehn Jahr vor dem Untergang Pompeji'swurde die Stadt von einem schweren Erdbeben heimgesucht.Sollten die Einwohner damals zum Tlieil geflüchtet und nichtwieder zurückgekehrt sein? Auch schwer glaublich; es würdendann hauptsächlich die Wohlhabenden den Platz verlassenhaben, und grade Luxusgegenstände findet man genug, esfehlt der gewöhnlichste Hausrath, auch würde man dann dieHäuser nicht alle aufrecht stehend gefunden haben. Ich binbegierig, einmal Jemand über diesen Punkt zu fragen, dersich damit beschäftigt hat, etwa den Professor Zahn, neben