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2 (1880) 1835 - 1847
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Vesuv. Sehnsucht nach Rom.

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mitgebrachtes kaltes Abendbrot!, tranken laarymae Christi dazuund ritten darauf hinunter nach Resina, wo wir den Wagenfanden, der uns um halb eins nach Neapel brachte. Ich kannEuch versichern, Stadt, Wagen und Stühle und vor Allemmein Bett, gefielen mir unbeschreiblich wohl; diese edelenAnstalten lernt man doppelt schätzen, wenn man den Teufelund seine häuslichen Einrichtungen so ein bischen in der Nähehat kennen lernen. Aber es ist ein nicht zu vergessenderEindruck!

Die Hauptsachen abgerechnet, werde ich wohl aus Neapelals ein ziemliches Gänschen wieder fortfliegen; ich bin froh,wenn ich unsern stillen, kühlen, schönen Balkon nicht zu ver-lassen brauche, die Stadt ist infernalisch; man möchte sagen,die Einwirkung des Vesuv erstrecke sich bis hierher; so schönes ist, hier möchte ich nicht leben. Dagegen sehnen wir unsalle Tage nach Rom zurück und mitten in den grössten Herr-lichkeiten, die uns hier umgeben, seufzen wir danach. Wirfühlen wohl, dass wir ein zu grosses Stück Herz in Romgelassen haben, um andres noch ganz und gar zu gemessen.Sind wir nur erst bei Euch zu Hause, so wird sich das ganzeHerz schon wieder zurechtfinden. Hier sind wir nur halb undmehr mit den Augen als mit der Seele. Du hast wohl Recht,liebes Beckchen, wenn Du in meinen Briefen die Geschichtederer liesest, die sich in Rom selbst vergessen. Nur einsbegreife ich nicht, wie man auch dort Menschen findet, diemit diesem Höchsten und Herrlichsten nichts anzufangenwissen. Für jeden Menschen, der irgend Geist oder Bildunghat oder wünscht, muss Rom unbeschreiblich anziehend sein,selbst für den, der einen geistreichen Müssiggang liebt. Nurfür den eigentlichen leeren Dandy ist nichts da zu thun, undich habe auch solche liebenswürdige Saperloter da gekannt,die vor langer Weile nicht wussten, wo sie sich hinthunsollten. Ach! verzeiht, wenn ich Euch ennuyire; ich habeheut mein römisches Tagebuch wieder durchgeblättert und dawill mir Neapel gar nicht schmecken, und ich lebe rechteigentlich in Rom weiter.Ach! es war wolil schöne Zeit;"das habe ich in dieser schönen Zeit viel tausendmal gesagt