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2 (1880) 1835 - 1847
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Neapel bis Berlin.

Pompeji führen sieht, das ich also, mit heiliger Scheu, zumersten Mal von der Höhe des höllischen Thrones in ziemlicherEntfernung liegen sah. Wendet man sich, so hat man untersich einen weiten Krater, den von 1834, dahinter eine spitzezackige böse Felswand, die sich hei dem Ausbruch erhob, indem Pompeji und Herculanum zu Grunde gingen, drüber hinauseine Menge Ortschaften in der Ebene, und endlich die Berg-reihen der Abrnzzen. Links, wenn man das Gesicht der Sonnezugewendet hat, erhebt sich ein gräulicher Schwefel- und Lava-berg, gelbgrünlich und grimmig aussehend, falsch und böse,,wie die Hölle selber. Die Sonne ging schön und glühendunter, der Rauch ward leise gefärbt und wir sahen das Feuerunter den Steinen und in den Spalten brennen, manche Stellenwaren so lieiss, dass man nicht darauf stehen konnte. Dabeiist der Berg jetzt ganz ruhig, der letzte Ausbruch anderthalbJahr her. Nach Sonnenuntergang traten wir den äusserst be-schwerlichen Rückzug an. Ich hatte keinen Muth, mich denAschenkegel hinuntertragen zu lassen und gab lieber meineFüsse preis. Ihr habt aber keinen Begriff, was es heisst,diesen Berg hinunterzusteigen. Sie wählen dazu die Seite, wodie lose Asche liegt mit weniger Steinen, als an der, wo manaufsteigt. Es ist eine grauliche Parthie, man versinkt bis andie Kniee in die Asche, ist in Wolken eingehüllt, die Schuhfüllen sich bei jedem Schritt, so dass man sie nicht mehrschleppen kann, man fällt, watet, keucht; die Andern kamenmir weit voraus, ich kam nicht mehr aus der Stelle und bliebmit meinem Führer weit zurück, völlige Dunkelheit brachein und ich lernte das Gruseln. Zitternd vor Müdigkeit kamich endlich den Andern nach. Obgleich diese schlimmste Stellenur etwa zehn Minuten herabzusteigen dauert (derselbe Theil,den man in einer Stunde erklimmt), so versichere ich Euch,ich werde an diese zehn Minuten denken. Unterdess war esvöllig Nacht geworden, wir stolperten noch eine Weile überStock und Stein, bis wir die Pferde erreichten, die uns zumEremiten trugen. Hier ruhten wir etwas unter freiem Himmel,bei mildester Luft, der Mond war inzwischen aufgegangen unddie Nacht wunderschön; wir assen von einem steinernen Tisch