Pompejanische Alterthümer,
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gebildet, sind überaus zierlich und schön; aii andern sinddurch sinnreiche Vorrichtungen die Fiisse abzunehmen, um siebequemer zu tragen. Elastische broncene Henkel an denWasserschaalen für die Tempel, ebenfalls loszumachen, um siebesonders zn tragen. Eine Vorrichtung, das Verschütten zuverhüten. Eine vollständige Theemaschine mit nachahmens-werther Einrichtung. Tausend kleine Gegenstände, die fastunverändert diese zweitausend Jahre im Gebrauch gebliebensind, Schloss und Schlüssel, Fingerhut, Würfel, elfenbeinerneNadeln zu weiblicher Arbeit, Tlieaterbillets von Thierknochenmit Darstellungen, Kasserollen, Löffel, tragbare Kocliöfen,überaus hübsch und zierlich eingerichtet, Wiegeschaalen undGewichte, — es sah damals gar nicht so sehr anders in derWelt aus, als [man meist denkt; nur, dass Alles eben eineZierlichkeit [und Pracht zeigt, die unsern entsprechenden Ge-rätlien abgeht. Man würde kern Ende finden mit Aufzählungaller interessanten Gegenstände. Dann kommt die Vasen-sammlung. Um diese recht zu goutiren, braucht man Kennt-nisse, die mir ganz abgehen, zur Bestimmung der feinenUnterschiede der einzelnen Städte und Fabriken, was Kennerneine grosse Befriedigung gewährt; so unterscheiden sich dieVasen von Nola durch einen reicheren, zarteren Firniss. Aberich bin unwürdig darüber zu sprechen, denn mir gefällt odermissfällt nur ganz dumm, nach dem Gefühl, was mir gradeschön oder unschön vorkommt und damit ist gar nichts gesagt.Es ist übrigens eine ungeheure und überaus vollständigeSammlung, Reihen von Vasen haben sich in den Gräberngefunden, welche überhaupt die meisten bis zu dein heutigenTage aufbewahrt haben. Es sind auch mehrere Modelle solcherGräber aufgestellt. Ein Kriegergrab aus Pästum ist inwendigmit Figuren im Vasenstyl bemalt. Ein ganzer Kirchhof isthier in Neapel in der Nähe der Studien aufgefunden worden.
Zuletzt besuchten wir noch eine andere Broncensammlung,die der Statuen, die auch sehr schöne Sachen enthält. Mehrerelebensgrosse Konsuln und Frauenstatuen, einen ganz kolossalen,prächtigen Pferdekopf, ein minder grosses, ganzes Pferd, daszu einer Quadriga auf dem Frontispice des Theaters von Her-
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