Von Rom bis Neapel.
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unsere Reise fort, ein Eckclien herrlich am Meer entlang, mitüppigster Vegetation, an einem Landsee vorbei, dann in's Land;man verliert das Meer ans den Augen und nur die Nase wirdvon Zeit zu Zeit von seinem göttlichen Gestanke erreicht, überFondi und Itri, ein grosser, etwas wilder Bergpass. Bei Gaetabekommt man das Meer wieder und zugleich schon einen Vor-geschmack von Neapel; die beiden können sich nebeneinandersehen lassen. Das Wirthskaus liegt wieder dicht an der See,ein Orangengarten führt vollends hinunter. Da ist's gut sein!Rechts das Fort Gaeta auf dem Felsen, der weiteste Meer-busen; links das schönste Vorgebirge in sanfter Linie undzartem Duft scliliessend; Cypressen, Pinien, Orangen, Oelbäumebis dicht an's Meer reichend und den schönsten Vorgrund bil-dend. Das Wetter war himmlisch, die Beleuchtung blendend.Wir frühstückten vortrefflich, hielten dann ein wenig Mittags-ruhe in den reinlichen, eleganten Zimmern, von denen eins einprächtig Eckchen Loggia hat, und erkundigten uns nach denBedingungen eines Aufenthaltes dort, welche wirklich sehrbillig sind, drei Scudi täglich für den schönen Saal mit breitemBalcon und der allgemeinen Uebersicht alles dessen, was ichoben genannt, gerade über der Mitte des Gartens mit Schlaf-zimmern und aller Beköstigung. Es wäre schon der Mühewerth, was meinst Du, Beckchen? Nachmittag fuhren wirweiter; hinter Gaeta fangen die Hecken von Myrtken, Aloes,wilden Rosen und mehr solchem Pöbel an, der Weinstock klet-tert in die höchsten Bäume, es ist eine Vegetation wie doli.So eine Hecke sieht aus wie ein ganzer Blumengarten. Wirwollten eigentlich in Capua übernachten, es ging uns aber wievor Rom, der Abend war herrlich, schönster Mondschein, dersich indess nachher trübte, wir kamen zeitig an, die Ungeduldergriff uns und wir fuhren ohne Aufenthalt durch nach Neapel,wo wir stracks in die schönste Wohnung fielen, die wir aufder ganzen Reise noch irgendwo gehabt. Sie besteht auseinem wunderschönen Salon und drei Schlafzimmern, ganz leid-licher Aussicht arrf Sta. Lucia, Pizzi Falcone, die Insel Capri,ein Stückchen Meer. Das ist aber nicht das Beste: neben un-serm Salon ist ein zweiter, grösserer, prächtigerer, mit einem