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2 (1880) 1835 - 1847
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Neapel bis Berlin.

Berufen folgend, sich nun dem Priesterstande widmen, zumZweck der Emancipation der Welt auf religiösem Wege. Dasist alles sehr merkwürdig, besonders gegenüber dem grässlichenMaterialismus und der unersättlichen Geldgier, welche einengrossen Theil der Franzosen jetzt beherrscht. Es ist dieReaction gegen solche Tendenzen in ihrer grössten Stärke."

Brief nach Hause.

Neapel, den 9ten Juli 1840.

Wenn ich das Beste zuerst bringen wollte, somüsste ich mit der Aussicht anfangen, in der ich die Ehrehabe, zu sitzen. Ich will aber lieber historisch mit der Fort-setzung unserer Reise von Albano aus fortfahren, auf der unsBousquet noch bis Genzano begleitete. Als der noch bei unswar, begegnete uns ein anderer französischer Maler, Bonirote,im Begriff, zu Fuss hierher zu gehen. Die pontinischen Sümpfehaben mir nicht sehr imponirt, es sind nur ein Paar Stellen,wo sie wirklich etwas eklig aussehen; ich war sehr schläfrigund wollte immer nicken, aber Sebastian bewachte mich wieein Argus und litt es nicht. In Terracina, wo wir nachteteu,ist es plötzlich wunderschön, Palmen und Meer und die gro-teskesten Felsen, an denen die Stadt hinaufklettert, es hatentschieden schon ein viel südlicheres Ansehen als Rom, meinunvergessliches Rom, nach welchem ich auf dem schönstenBalcon in Neapel täglich mit meinem Mann ein zweistimmigesLied mit oder ohne Worte, wie es kommt, seufze. Ich ver-sichere Euch, es gehörte Charakterstärke dazu, mitten in einemsolchen Leben, wie wir es dort führten, abzubrechen; denn alledie verschiedenen Umstände, die dazu gehörten, um es so über-aus schön und reizend zu machen, vereinigen sich vielleicht niewieder. Terracina hat ein prächtiges, vom Meer bespültesGasthaus, das wir [in den letzten Strahlen einer glühendenAbendsonne erreichten. Es wird ein Hafen in Terracina gebautund melireres Andere; eigentlich die erste italiänische Stadt,in der ich bauen sehe. Bei Meeresbrausen assen wir Abend-brod und schliefen wir ein. Am andern Morgen setzten wir