Gounods religiöse Schwärmerei.
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die durchlebte schöne Zeit in Rom, und 'die daselbst zurück-gelassenen Freunde.
Tagebuch.
„Gleich hinter dem Campo Annibale fängt ein erquicklicherWaldweg an, der bis zum Gipfel des Monte Cavo sich aus-dehnt. Hier auf diesem Waldweg erzählte uns BousquetSachen, die uns sehr interessirten. Wir hatten schon mehrereMale von Gounod gesprochen, und Bousquet konnte ihn nichtgenug schelten und bedauern, sein Theil an diesen schönenTagen versäumt zu haben. Da nun erzählte er uns, wie jenersich in religiöse Verbindungen habe liineinreissen lassen, undwie er bei seinem schwachen Charakter davon Alles für ihnfürchte. Der Pater Lacordaire, den ich schon früher von denFranzosen viel hatte nennen hören, der diesen Winter inViterbo sein Noviziat gemacht und die Priesterweihe empfangen,und nun einige Zeit in Rom leben will, um die Vorbereitungenzur Gründung eines neuen Hauses in Frankreich zu treifen,dieser soll une tete chaude und sehr viel Phantasie haben, undbesonders der Künstler zu seinen Plänen bedürfen, durch dieer mehr als durch die Geistlichkeit auf das Volk zu wirkenhoffe. Lacordaire hatte sich im Laufe des Winters auch umBousquet und Gounod beworben, und der Letztere, der sein*exaltirt und jedem Einfluss offen ist, soll ganz in seine Ideeneingegangen sein, so dass Bousquet meint, er sehe kommen,wie jener die Musik mit der Kutte vertausche. Bousquetselbst hat seine Besuche beim Pater Lacordaire eingestellt, alser seine Absichten erkannt, denn er sagte, er traute sich nichtFestigkeit genug zu, die Beredsamkeit jenes Mannes sei ganzungeheuer. Die Verbindung Johannes des Evangelisten inParis besteht aus lauter jungen Künstlern, die sich zu demZweck vereinigt haben, christliche Kunst zur Bekehrung derweltlich Gesinnten zu üben, ohne jedoch Weitere Gelübde zuleisten. Sie haben den Pater Lacordaire um Regeln gebeten,und Gounod soll auch zu dieser Verbrüderung gehören. InRom ist diesen Winter eine ganze Anzahl junger Leute ausgrossen Familien gewesen, welche, zum Theil früher andern