Fest in der französischen Akademie.
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•der gewöhnlich öffentlich ist, war für das Publikum geschlossenund Ingres hatte nur die Hausgenossen und Habitues undeinige unserer Freunde eingeladen, z. B. Elsasser und Kase-lowsky, und als ich mein Bedauern bezeigte, dass CharlotteTliygeson nicht dabei wäre, wurde sie auch herbeigeholt undblieb den Rest des Tages mit uns. Ich versichere Euch, esist ganz nett bei Springbrunnenrauschen zu musiciren, ich binnicht leicht so. vergnügt gewesen als du dem Tage, Papa In-gres war im siebenten Himmel, soviel Musik hören zu können,und einigen Beethoven zu begleiten, obgleich es dabei zwischen unsimmer einen kleinen stillen Krieg gesetzt hat, denn ich ranntedavon und er zoppte zurück, und wir bissen uns gewissermassenmusikalisch. Bis zum zweiten Frühstück ward fast unaus-gesetzt gespielt, die bärtigen Schlingel lagen dabei auf denTreppen und Säulenpostamenten und wunderten sich denganzen Tag, dass man sich den ganzen Tag so amusiren könnte,dazu mussten wir erst aus Berlin kommen, um sie das zu leh-ren, wie man sich im göttlichsten Lokal der Welt die Zeitangenehm vertreibt. Dann ward eine Weile angenehm gedäm-mert und sehr reichhaltig gefrühstückt. Nach dem Frühstückward nur abwechselnd Musik gemacht, dazwischen im Gartenspazieren gegangen, iii meinem Lieblingswäldchen gesessen undvierstimmige Lieder probirt. Ingres führte uns in sein Atelier,das vielbesprochene Bild zu sehn, das schon, als wir ankamen,in vierzehn Tagen fertig sein sollte. Es ist schön komponirt,edel gedacht, aber ungemein schwach in Farbe wie in Zeich-nung, und noch lange nicht fertig. Wir besahen Vernet's tür-kisch eingerichtetes Zimmer, bestiegen den Thurm der Villa,wo ich noch nie gewesen war, und wo ich die ganze Herrlich-keit bei Sonnenuntergang zum letztenmal ansah, nicht ohneviele Thränen. Darauf stiegen wir hinunter, das Instrumentwar in den grossen Saal gerückt worden, es war tiefe Däm-merung, und es bemächtigte sich- eine wunderliche Stimmungder ganzen Gesellschaft. Ich präludirte lange Zeit gedämpft,ich wäre nicht im Stande gewesen, stark zu spielen, alles sprachleise, und jeder fühlte sich durch jedes Geräusch verletzt. Ichspielte das Adagio aus dem gdur-Concert, das aus der eis moll-