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2 (1880) 1835 - 1847
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Gounod. Villa Medieis.

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und als sie fort waren, und nur die bekannten Herren nochda, fing ick de plus lelle an, und spielte bis Mitternackt.Bousquet und Dugasseau machen es mir insofern schwer,als sie nie eine Sache vergessen, die ich ihnen, auch vor Mo-naten, nur einmal gespielt; ein besseres Publikum kann manwirklich nicht haben. Ich schreibe auch jetzt viel; nichtsspornt mich so als Anerkennung, wogegen mich der Tadelmuthlos macht und niederdrückt. Gounod ist auf eine Weiseleidenschaftlich über Musik entzückt, wie ich es nicht leichtgesehn. Mein kleines venezianisches Stück gefällt ihm ausser-ordentlich , ferner das aus h moll, was ich hier gemacht habe,Felixens Duett, sein Capriccio aus a moll und vor Allem dasConcert von Bach, das ich wenigstens schon zehnmal habespielen müssen.

Sonntag den 26sten ging ich früh mit Wilhelm in denGarten der Akademie. Es war entzückend schön. Wir hattenden Abend vorher stundenlang deliberirt, und natürlich wiederdie ganze Nacht nicht schlafen können, deshalb, ob wir nichtunseren Aufenthalt über den nächsten Winter ausdehnensollten; endlich morgens früh trug Vernunft und Rücksichtenden Sieg davon, aber in der Villa beschlossen wir, uns dafürzu belohnen und bis Ende Mai hier zu bleiben, wie der Säufer,der an drei Sclmapsläden glücklich vorübergekommen, sich amvierten dafür entschädigt. Es kostet uns Beide einen schwerenKampf von Rom fortzugehn; ich hätte nie gedacht, dass esmir einen so tiefen Eindruck machen würde. Ich will mirgarnicht verhehlen, dass die Atmosphäre von Bewunderungund Verehrung, von der ich mich hier umgeben sehe, wohletwas dazu beitragen mag, ich bin in meiner frühen Jugendlange nicht so angeraspelt worden wie jetzt, und wer kannläugnen, dass das sehr angenehm und erfreulich ist? Eskommt eben Alles hier zusammen, um mich an Rom zufesseln; und wie gut wäre es für meinen Wilhelm, für seineArbeiten; aber es geht nicht, es ist fest beschlossen.

Nachmittag machten wir eine wunderschöne Parthie. Wirhatten mit Schadow's zusammen einen Wagen genommen undfuhren nach Ponte Salaro, die Herren kamen, zum Theil zu

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