Druckschrift 
2 (1880) 1835 - 1847
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Italien.

Pferde, nach. Von da erstiegen wir einen Hügel, von woman eine herrliche Aussicht hat nach Ponte Nomentario unddem ganzen Tlieil der Campagna mit dem Kranz von Bergen,an der andern Seite die Stadt, von der Einiges zwischen denHügeln hervorscheint. Dann machten wir eine herrliche Fuss-wanderung in der frischen Kühle durch die Wiesen und Hügelder tiefsten Campagna, bis nach Aqua acetosa, einem Sauer-brunnen dicht an der Tiber. Es ist wunderschön, wenn manden hohen Hügel bei Ponte Salaro erstiegen hat, erst dieganze himmlische Gegend noch einmal übersieht, und dannbeim Heruntersteigen eine ganz neue Seite, nach der Tiber zu,sich öffnet. Der Anio ergiesst sich hier in die Tiber. UeberArco oscuro fuhren wir nach Haus. Abends zu Ingres. Ichhatte den Morgen die unwiderstehlichste Lust bekommen, inder schönen offenen Gartenhalle der Akademie einmal einordentliches Concert zu machen, und hoffte, Ingres dafür zugewinnen, darum ging ich eigentlich hin; aber seine Umständ-lichkeit wird wohl die Sache scheitern machen;mine Frude Ilsebill, will nich so, als ick wol will," und wie er will,will ich nicht, also werden wir wohl auseinander bleiben.

An Rebecka.

Gestern haben wir eine der schönsten und amü-santesten Landparthien gemacht; es war Kirchen- und Volks-fest in Santa Croce, einer Kirche, die dem Lateran gegenüberdurch eine ungeheure Wiese davon getrennt ist, auf der dasVolk nun den ganzen Tag hin- und herwogt. Bousquet undGounod hatten uns den Abend vorher besucht, und wir hattensie und Kaselowsky eingeladen, mitzufahren. Als wir ebenfort wollten, kam ein anderer Franzose dazu, mit dem wir inVenedig in einem Hause gewohnt hatten und der den Winterüber hier war, ein sehr netter und lustiger Maler, denpackten wir auch noch mit auf, und waren also mit demKutscher acht auf einem halben Wagen, und da waren nundie jungen Leute so ausgelassen, vergnügt und glücklich, dieGegend so himmlisch, das Wetter so schön, dass wir einige