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2 (1880) 1835 - 1847
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Italien.

tung. Am allerscliönsten sieht die Kuppel vom Pincio gesehenaus, hellstrahlend auf dem dunkeln Himmel, über der dunklenStadt unglaublich gross."

Mit Ostern ist gewöhnlich der Fremdenaufenthalt in Romabgeschlossen; Alles zerstreut sich, geht nach Neapel, auf dieweitere Reise. Für Hensels sollte aber jetzt noch ein ganzneuer Abschnitt des römischen Lebens beginnen, vielleicht dieglücklichste Zeit im Leben von Fanny. Zum nähern Ver-ständniss der mitzutheilenden Tagebuch- und Briefstellen seiFolgendes erwähnt: Allmählig hatte sich ein engerer Kreisvon Bekannten und Freunden gebildet, hauptsächlich künst-lerisch begabte Menschen. Vor allen Dingen drei junge Fran-zosen, Bousquet und Gounod, musikalische Eleven der Akademie,letzterer der jetzt berühmte Componist, und Dugasseau, einjunger mehr liebenswürdiger als talentvoller Maler. DannCharlotte Thygeson, eine junge sehr musikalische Dänin, Ver-wandte Thorwaldsen's, und fertige Klavierspielerin. Diese unddie deutschen Künstler Magnus, Elsasser, Kaselowsky bildetenden Kreis der Nächststehenden, die nun auch am meistenTheil nahmen an dem eigenthümlich poetischen Treiben derletzten Wochen in Rom.

Tagebuch.

Donnerstag den 23sten April assen wir früh und fuhrennach Tisch nach Villa Miliin auf dem Monte Mario. DieAussicht ist wundervoll, besonders auf dem Wege. Oben ver-schieben und verwirren sich die Linien ein wenig. St. Petersieht man vortrefflich, der Vatican thürmt sich zu einer kurzenMasse. Ich liebe mehr die Ansicht vom Pincio, wo die lang-gestreckten Linien gar zu schön sind. Die Tiberwendungenmit Ponte Molle und seinem Kastell sind von hier aus schön.Beim Hinunterfahren ward die Beleuchtung immer glühender.Wir fuhren über Ponte Molle im herrlichsten Abendlicht zurück;jetzt, wo Alles grün ist, ist es ein Entzücken, sobald manaus den Strassen tritt. Abends hatten sich einige Leute an-sagen lassen; ich spielte viel, die Langeweile zu verscheuchen,welche einige englische Ladies in reichem Maasse verbreiteten;