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2 (1880) 1835 - 1847
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Gottesdienst bei den Armeniern. Ostern.

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Sonnabend den 18ten Hessen wir Juden und Heiden imLateran ohne uns taufen und ruhten aus, und Mittags, wodas Knallen und Läuten losging (die Fastenzeit hindurch wirdin Rom keine Glocke geläutet, zu Ostern giebt die ungeheureGlocke von St. Peter das Signal und unmittelbar darauf fallenalle die vielen hundert Kirchen Roms ein und zugleich be-theiligt sich das Volk durch Böllerschüsse und Kanonenschlägean dem unendlichen und doch harmonisch klingenden Lärm)begaben wir uns einen Augenblick auf die Passegiata, um dreinach San Biagio degli Armeni in der Strasse Giulia , die zuihrem Gottesdienst das verwünschteste Katzengeheul machen,das menschliche Ohren nur vernehmen können. Die Caraibenmögen ihren Götzen, und die Mexicaner dem Vitzli Putzlinicht ärger vormiauzen. Miau! war auch das einzige Wort,das ich mitunter verstand. Ein möbelkattunener Vorhangtrennt die Gemeinde von der Altarseite, ein zweiter VorhangumscliHesst den Altar, Kleidung, Bewegungen, die Art desganz unartikulirten Gesangs, alles das ist noch weit jüdischer,weit barbarischer, als in der katholischen Art des Gottes-dienstes.

Gestern früh, Ostersonntag, grosse Messe in St. Peter;der Anblick der vollen Kirche und der tausend Kostüme istwundervoll; eine schöne Prozession, in der sich allemal dergriechische und armenische Bischof durch Schönheit und Würdeauszeichnen, jener ein herrlicher, noch junger Mann, mitschwarzem Bart und einer Krone, dieser ein schöner Greis,mit prachtvollem Kostüm und der Mitra. Nachher gingen wirin die Loggia über den Colonnaden, die Benediktion zu sehen,der Platz ist nur zunächst der Kirche bedeckt mit Menschen.Der Moment des Händeaufhebens ist sehr schön, wenn allesVolk niederknieet; ich war aber halb todt vor Müdigkeit.Abends Erleuchtung. Wunderbar sehen die Arcliitektuiiiniender Kuppel mit der Lampenbeleuchtung aus, die alles wieeinen Grundriss zeichnet. Schlag acht fährt oben zum Knopfeine Fackel heraus und im AugenbHck ist Alles mit demblendendsten Fackellicht Übergossen. Es ist ein wunderbarerMoment, schöner aber finde ich die einfache Lampenbeleucli-

Die Familie Mendelssoliu. II. 8