110 Italien.
Juden wird stehend abgemacht. „Tout de'ge'nere entre les mainsdes hommes."
Dann wird ein Kreuz in der Mitte der Kapelle aufgerichtet;der Papst wird seines Mantels tmd seiner Mitra entkleidet,und geht in der Kappe und weissem Rock hin, das Kreuz an-zubeten, dann folgen alle Cardinäle und die übrige Geistlichkeit,dazu werden die Improperien gesungen, die von Palästrina sindund ungefähr folgendermassen lauten, immer derselbe kurzeSatz mit wenigen Abweichungen wiederholt:
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Es klingt sehr weich und süss, um so mehr, als die ersteSopranstimme diesen Charakter in hohem Grade und sehr vielMacht dazu hat. Der Alt ist sehr schlecht, und zieht überalle Begriffe herunter. Das Miserere am Donnerstag und dieImproperien am Freitag fingen sie in hdur au und schlössenin g, das Miserere am Freitag schlössen sie gar in fmoll. —Nach der Kreuzanbetung gingen sie in Prozession nach derPaolina, das Allerheiligste wieder abzuholen, der Papst ohneBaldachin, -während er zurückkommend mit dem Allerheiligstenunter dem Baldachin ging und am Eingang des Gitters durcheinen Sonnenschirm abgeholt ward, wie ein Mandarin sah eraus. Doch ist dies im Ganzen eine schöne und bedeutendeCeremonie, der nur weniges genommen zu werden brauchte,um überaus erbaulich und fromm zu sein.
Wilhelm hatte ein halb Dutzend Kardinäle gezeichnet,wir gingen rasch zu Hause, assen und fanden uns kurz nachdrei wieder in der sixtinischen Kapelle ein, da ich beschlossenhatte, diese Musiken so genau als möglich zu hören.Die erste der Allegri'schen Lamentationen ist ein schönervierstimmiger Satz, von dem ich nichts habe notirenkönnen. Die folgende geht auf diese Melodie: