Heringsdo rf.
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Jahren die verschönernde Hand des Menschen dieses harmo-nische Winkelchen Erde verunstalten wird; ich sehe schonBelvederes statt Storchnestern, faule Blumengärten statt Korn-feldern und auf dem Büchenberg ein Kaffeehaus mit Begiments-musik, besonders aber die freundlichen, fleissigen Bauern inBettler verwandelt. Alles im Geist, denn noch ist es einStückchen Erde, wo nicht nur Gott die Welt, sondern auchdie Bauern ihre Wohnhäuser und Aecker erschaffen haben.Du würdest entzückt sein, aber was liilft's, Du bist einmalnicht hier, sondern entfernst Dich immer mehr von uns;gestern Abend machte mich der Gedanke so traurig, dass nurder unermessliche Unsinn, den M. vorbrachte und der uns regle-mentswidrig bis halb elf fesselte, mich vermochte, Tliränen zulachen, anstatt zu weinen. Nun der Oktober wird auchkommen.*)"
5ten Juli 39.
Fanny.
„— — Unser grösstes Ergötzen besteht hier in derKunstIhr glaubt nicht, wie sehr uns die Musik beglückt.Gestern kam das Fortepiano an; nachdem es sich von seinemsauern Gang die Treppe hinauf erholt hatte, probirte ich es' und schlug gleich eine Saite herunter, worauf der ganze Tonverstummte. Jetzt sitzt nun schon wenigstens anderthalbStunden lang der Klavierstimmer daran, und je länger erstimmt, je toller es klingt. Die Saite kann er nicht aufziehn,und ich habe bemerkt, dass sie alle rostig sind, ich werdealso hier mein- Saiten verzehren, als Nähnadeln. Da esübrigens einen ganzen Ton zu tief steht, so werden wir unsereHöhe im Gesang brilliren lassen. Es lebe die Kunst! AlsTisch ist das Klavier vortrefflich zu brauchen, und drittensdient es zum Bücherbrett. — Eben war ich in der andernStube bei Beckchen, um sie zu fragen, ob wir nicht den
*) Dirichlet war auf einer Beise nach Paris begriffen, er ginghalb und halb mit der Idee um, dahin überzusiedeln, die sich abernicht realisirte.