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1836—1839.
scheut, in Famiy's Gegenwart zu spielen oder zu singen, oderwir spielen uns allein was vor.— —Griiss Felix sehr. Nichtwahr, er sieht nett aus an seinem Pult? Ich sehe gar zugern, wenn ihm etwas gefällt, und er nickt so vergnügt mitdem Kopfe, als wäre kein Mensch im Saale und macht dabeieine dicke Unterlippe." —• —
7 ten März 1837.
Felix an Fanny.
(Nach Aufführung eines ihrer Lieder in Leipzig.)
„Ich will Dir über Dein Lied gestern schreiben, wie schönes war. Meine Meinung weisst Du zwar schon, doch war ichneugierig, ob mir mein alter Liebling, den ich immer nur imgrauen Kupferstichzimmer oder im Gartensaal von Beckchengesungen und von Dir gespielt kannte, nun auch in dem sehrgefüllten Saal, bei hellem Lampenlicht, nach vieler, lärmenderOrchestermusik, die alte Wirkung thun würde. So war es mirganz kurios, als ich ganz still und allein Deinen netten Wellen-schlag anfing, und die Leute mäuschenstill horchten; aber nie-mals hat mir das Lied besser gefallen, als gestern Abend, unddie Leute begriffen es auch und murmelten jederzeit, wenndas Thema am Ende wieder anfängt mit dem langen e, undklatschten sehr lebendig am Scliluss. Zwar sang es die Gra-bow lange nicht so gut wie Beckchen, indess war es dochsehr rein, und die letzten Takte sehr hübsch. Bennett, derauf dem Orchester war, lässt Dich vielmals griissen und Dirüber das Lied sagen, was Du schon weisst, und ich meines-theils bedanke mich im Namen des Publikums zu Leipzig undden anderen Orten, dass Du es gegen meinen Wunsch dochherausgegeben hast." —
Dieser Brief bezog sich auf ein von Fanny veröffentlichtesLied. Schon viel früher, in den ersten Liederheften Opus 8 und 9hatte Felix sechs Lieder von ihr unter seinem Namen heraus-gegeben, No. 2, 3 und 12 in Opus 8 „Heimweh", „Italien",„Suleika und Hatem", No. 7, 10 und 12 in Opus 9 „Sehn-