Felix als Bräutigam.
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durch meine Melusine angeregt worden ist; im Armenconcertkommt eine neue Ouvertüre von Bennett, zwei neue von Hiller(der Dich in jedem Brief grüssen lässt) haben wir schon ge-macht, und da wir auch nächstens den Faust von Badziwillprobiren wollen, und da sich auch Md. Crescini angemeldethat, so dürft Ihr Berliner garniclit mausig sein."
Rebecka an Cecile.
Ilten März 1837.
„Ich kann Dir garniclit sagen, liebe Cecile, wie sehr ichmich freue, dass Ihr noch in Leipzig geblieben seid, in unsererNähe, und Mutter sieht Euch, und Du hörst den Paulus noch.Wäre die Nähe nur nicht auch so weit, oder gäbe es Fern-röhre von der Leipzigerstrasse bis zu Reichels Garten, oderEisenbahnen, oder wäre ich nicht aus mancherlei Gründen sounbeweglich. Felix, der, unter uns gesagt, das ganze Concertbei der Nase herumführt, oder ihm darauf herum tanzt, könntesich wohl auf ein paar Tage losmachen und Euch herbegleiten,wenn er nur ernsthaft will, vorausgesetzt, dass Dir diese Be-gleitung nicht unangenehm wäre. Ihr sollt auch, wie Ihr wollt,entweder alle Herrlichkeiten Berlins im schönsten Licht, odergar keine Herrlichkeiten sehen, letzteres ist für Berlin sehrvortlieilliaft. — Ich wollte übrigens, ich wäre hei Euch undsässe neben Dir im Chor, pausiren und anfangen wollte ichschon. Du singst wohl zum ersten Mal im Chor? Ist dasnicht ein herrliches Vergnügen? Ach überhaupt, es geht gar-niclits über die Musikanten! Was wirst Du noch für Plaisirin den verschiedensten Genres von Felixens Musik haben. Machter Dir denn auch musikalische Possen vor, oder ist er zu ver-liebt dazu? Sonst empfehle ich Dir eine Art Präludien h Venfantund mit falschen Schlüssen, über die ich lachen muss, ich glaube,wenn ich am Tode läge. Leider fehlt uns dieses Musikanten-leben gänzlich, wir haben garkeine musikalischen Hausfreunde,nur zuweilen bei Fanny die gross'en Aufführungen, die dennfreilich ausserordentlich schön sind, und nach denen sich jeder
Die Familie Mendelssohn. II. 3