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Sodann trifft man den jungen Herrscher auf seinen Fahrtendurch das Reich im Nov. 994 und Jun. 1000 in der BurgTwiel siv oasti-o Oaello)^), und man ist mit Rücksicht aufOtto's III. Verhältnis zu Burkard und Had ewig, wiesich solches bei Waldkirch ergeben (s. Anm. 216), berechtigt,anzunehmen, -daß sein wiederholter Aufenthalt in der genanntenBurg eben auch auf dasselbe zurückzuführen ist. In letzteremJahre trat Kaiser Otto III. von Hohen twiel über Churseine dritte und letzte Romfahrt an, von welcher er nicht mehrzurückkehrte, da er, ohne seine hohen phantastischen Ideale erreichtzu haben, am 23. Jan. 1002 im 22. Lebensjahre auf der BurgPaterno am Berge Soracte, im Angesicht von Rom, daser zum Sitze der Weltherrschaft erheben wollte, starb.
Nach Otto ' s III. unbeerbtem Abscheiden beanspruchte KönigHeinrich II., nachmals genannt der Heilige, durch seinen Vater,Herzog Heinrich von Baiern, Neffe derHadewig, mit Rechtderen Nachlaß, trat solchen auch an^^). So nahm er denn u. a.Besitz von der Burg Hohentwiel und sah sich als Erbherrdes dort befindlichen Klosters veranlaßt, dasselbe an einen andernihm geeigneter erschienenen Ort nämlich Stein am Rhein'^),zwischen Constanz und Schaffhausen, zu versetzen. Dortließ er nämlich um das Jahr 1006 ein ansehnliches Kloster er-bauen und würdig einrichten, in welches die Hohentwieler Möncheübersiedelten und ihre Reliquien, die Gebeine der Märtyrer St.Georg und St. Cyrillus, dahin überführten. Es sei dies aufbesonderen Wunsch der Mönche geschehen, da die Lage ihres bis-herigen Klosters aus dem sehr hohen Berge und inmitten einerBurg viele Unbequemlichkeiten für sie hatte, auch nicht die er-wünschte Ruhe und Stille gewährte. Bei der Versetzung soll derKönig zugleich die edle Absicht gehabt haben, durch den großarti-geren Klosterbau in Stein dem Andenken der früheren Herrender Burg und des Klosters Hohentwiel, seiner Verwandten, einihrem hohen Rang würdigeres monumentales Denkmal zu stiften^").
*) War damals erst 14 Jahre alt.
Indes war Stein damals bereits ein von K. Otto III. 99S mitMarktrecht begabter, also nicht so stiller, abgelegener Ort. S. den (loclsxImnrssüainsnais Ilro. 84.